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07.01.2011  |  09:00  | 

Umwelt

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Umweltschutz

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Biodiversität in der Praxis - Naturschutz zahlt sich aus

Das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Biodiversität ist zwar zu Ende, die anstehenden Aufgaben bleiben aber.

Bonn (agrar-PR) - Die Weltbank forderte in ihrem Jahresreport 2010 vor allem ein angepasstes Management, um die Artenvielfalt unter veränderten Klimabedingungen zu erhalten. In der Praxis zu besichtigen sind Erfolge dieser Bemühungen beispielsweise in Costa Rica - im Vergleich dazu die Misserfolge in Madagaskar. Beide Staaten zählen zu den artenreichsten Biodiversitäts-Hotspots der Welt. Während in Madagaskar politische Instabilität, Misswirtschaft und Korruption zu einem flächendeckenden Raubbau am Regenwald geführt haben, wurden in Costa Rica durch gezielte politische Weichenstellungen die Fehler der siebziger und achtziger Jahre zum Teil wieder ausgeglichen.

Der Tourismus ist inzwischen der wichtigste Devisenbringer des Landes und macht 6,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Im Jahr 2009 kamen 1,9 Millionen Touristen nach Costa Rica. Insbesondere der so genannte "Ökotourismus" bringt Gäste in das Land. Sie geben etwa 1,5 Milliarden US-Dollar für den Besuch der Naturschönheiten aus. Knapp 30 Prozent der Landfläche stehen unter Naturschutz. Costa Ricas Natur- und Waldschutz ist wichtiger Bestandteil der staatlichen Umweltpolitik, so dass sich große Flächen des einst bedrohten Regenwaldes erholen konnten. Ende der achtziger Jahre waren rund 80 Prozent des Regenwaldes gerodet worden. Inzwischen sind wieder mehr als 50 Prozent des Landes von Wald bewachsen.

Genau das Gegenteil spielte sich in Madagaskar ab: Ein politischer Putsch hinterließ ein Rechtsvakuum, unter dem auch der Naturschutz zu leiden hat. Tropische Harthölzer werden illegal exportiert und einst intakte, artenreiche Ökosysteme und damit begehrte Touristenziele werden der ungebremsten Erosion ausgeliefert. Die Weltbank bezeichnet die ökonomischen Aussichten für Madagaskar als düster: der Tourismus hatte einst 390 Millionen US-Dollar pro Jahr eingebracht und ist derzeit fast zum Erliegen gekommen. Der Teufelskreis setzt sich fort: ohne Regenwald und Artenvielfalt kein Tourismus, ohne Tourismus kein Grund, Naturschutz zu betreiben, statt teurer Tropenhölzer zu verkaufen. Die beiden Beispiele zeigen, dass sich Naturschutz und Artenvielfalt auszahlen, vorausgesetzt eine politisch stabile Regierung schafft die Voraussetzungen dazu. (aid) (Ende / agrar-presseportal.de)




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