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10.08.2011  |  14:33  | 

Umwelt

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Umweltpolitik

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Bonde wirbt für Nationalpark im Nordschwarzwald

Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, sieht in einem Nationalpark im Nordschwarzwald große Chancen für die Region.
Seebach (Ortenaukreis) (agrar-PR) - Bei einer Pressewanderung vom Ruhestein über die Grinden des Seekopfes durch das Naturschutzgebiet und den Bannwald "Wilder See" zur Darmstädter Hütte informierte er am Dienstag (09.08.11) über den Stand der Debatte.

Ein Nationalpark wäre nach Ansicht von Bonde ein Alleinstellungsmerkmal und könne zusätzliche Wertschöpfung in die Region bringen. Umzusetzen sei ein Nationalpark aber nur, wenn die Menschen in der Gegend ihn mittragen. In diesem Zusammenhang war es Bonde ein besonderes Anliegen, eine ganze Reihe falscher Befürchtungen ausräumen: "Ein Nationalpark ist kein großangelegtes Schutzgebiet, das eine ganze Region unter eine Käseglocke stellt", machte Bonde im Proplanta-Gespräch deutlich. Vielmehr strebe das Land eine sachliche Diskussion an, die zur Entscheidung beitragen soll. "Alle Bürger, Unternehmen, Verbände und Kommunen haben ein Recht auf Mitsprache", unterstrich Bonde.

Derzeit sind rund 10.000 Hektar Waldgebiet im Fokus, die ausschließlich im Staatswald liegen. Das Gebiet soll als Entwicklungsnationalpark entstehen - mit einem Viertel der Fläche als Managementzonen, in denen touristische Einrichtungen und Pflegemaßnahmen konzentriert werden, und drei Viertel als Kernzonen, in denen die Natur weitgehend sich selbst überlassen bleibt. Die Holznutzung soll in den Kernzonen langfristig unterbleiben, so dass dann rund 50.000 Festmeter Holz weniger anfallen werden als heute.

Große Befürchtungen bestehen jedoch darin, dass ein möglicher Nationalpark der Ausbreitung des Borkenkäfers Vorschub leisten könnte. Bonde verwies auf Erfahrungen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald, auf die das Land zurückgreifen könne. Auch der Landesforstpräsident Max Reger sieht die Frage des Borkenkäfermanagements optimistisch: "Mit unseren Erfahrungen können wir Methoden entwickeln, um das Problem des Borkenkäferbefalls in den Griff zu bekommen", betonte er.

Um der Diskussion eine sachliche Grundlage zu geben, will das Land ein Gutachten zu den Vor- und Nachteilen eines Nationalparks in Auftrag geben. Dazu soll am 24. September in Bad Wildbad eine Fachtagung stattfinden, auf der die beteiligten Akteure das Für und Wider diskutieren können. (Proplanta) (Ende / agrar-presseportal.de)
Schlagworte
Borkenkäfermanagement | Max-Reger | Borkenkäfer | Alexander-Bonde | Nationalpark-Nordschwarzwald | Nordschwarzwald | Nationalpark | Proplanta
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