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27.05.2009  |  13:34  | 

Ernährung

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EU-Projekt zu Bioterrorismus

Labor-Netzwerk soll gemeinsame Analysestandards gewährleisten
Wien (agrar-PR) - Zahlreiche bakterielle Krankheitserreger, z. B. Anthrax, werden als Waffen im Bioterrorismus eingesetzt oder könnten als Waffen eingesetzt werden. Die genaue Kenntnis der Erreger ist daher von besonderer Bedeutung.

An der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, findet  derzeit das zweite Meeting eines umfangreichen EU-Projekts zur Qualitätssicherung der Analyse von bakteriellen Erregern mit potenziellem Bioterrorismusverdacht statt.  Dieses Projekt hat das Ziel, ein Netzwerk jener Laboratorien zu schaffen, die mit der Analyse von Proben mit bioterroristischem Hintergrund beauftragt sind. Die im Fokus stehenden bakteriellen Krankheitserreger stellen auch natürlich vorkommende Zoonose-Erreger dar, deren gemeinsame epidemiologische Aufklärung mit dem Projekt auch angestrebt wird.

Koordiniert wird das Projekt vom Robert Koch-Institut Berlin. Hier soll auch eine repräsentative Stammsammlung entsprechender Erreger aufgebaut werden. Sie soll zunächst allen Labors im Netzwerk für Validierungszwecke bestehender und neu entwickelter Methoden und Geräte zugute kommen. Darüber hinaus ist auch auf Vereinbarung hin an eine weitergehende Nutzung durch andere Interessenten gedacht.

Mit drei umfangreichen Ringversuchen können beteiligte Labors ihre diagnostischen Fähigkeiten ermitteln und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung der Nachweistechniken treffen. Jeder beteiligte Partner erhält die Möglichkeit, in anderen europäischen Labors des Netzwerks für zwei Wochen zu hospitieren und damit seine Kenntnisse zu erweitern.

Im Rahmen des Projektes wird es auch einen intensiven Austausch zu Fragen der biologischen Sicherheit im Umgang mit diesen Pathogenen in den verschiedenen Mitgliedstaaten geben. So können Rückschlüsse für die praktikable und sichere Umsetzung von Standardpraktiken gezogen und ein Beitrag zur Angleichung des Sicherheitsniveaus in den Mitgliedstaaten geleistet werden. Am Ende soll ein praktikabler „Goldstandard“ für die Analyse von Proben unter Bioterrorismusverdacht stehen. (Ende / agrar-presseportal.de)
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Frau Dr. Ingrid Kiefer
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