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15.02.2010  |  06:00  | 

Energie

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Wissenschaft & Forschung

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Energieeinsparung im Gewächshaus

Conthey (Schweiz) (agrar-PR) - Die Energie - vor allem Energieeinsparung - steht heute im Zentrum der Anliegen von Gewächshausbewirtschafterinnen und -bewirtschafter. Seit 2006 arbeitet die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW an der Temperaturführung durch Temperatur-Integration (TI) bei Gewächshauskulturen. Diese besondere Bewirtschaftung führt je nach Kultur zu Energieeinsparungen im Bereich von 10 bis 30 %.

Die Preise für fossile Energieträger sind zwischen 2005 und 2008 stark angestiegen, beim Erdgas um 40 %, beim Heizöl um 55 %. Gewächshauskulturen sind von dieser Verteuerung direkt betroffen, was sich auf die Produktionskosten auswirkt. Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen kommen aber auch Umweltüberlegungen im Bereich der Treibhausgas-Emissionen zum Tragen. Im Jahre 2006 hat die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW ein Temperaturführungsprojekt für Gewächshauskulturen in Angriff genommen.

Prinzip der Temperatur-Integration

Die Temperaturführung erlaubt Energieeinsparungen bei Gewächshauskulturen. Das Prinzip der Temperatur-Integration (TI) basiert auf der Annahme, dass die Pflanzen Temperaturschwankungen um den Optimalwert ohne Ertragsverluste ertragen. Während sonnigen Tagen wird die Lüftung verzögert, was im Gewächshaus zu einem Temperaturanstieg führt. Dieser Tagestemperaturgewinn wird in der Nacht durch kältere Temperaturen kompensiert, wodurch Temperaturmittelwerte (auf 24 Std. gerechnet) erzielt werden, die einer klassischen Temperaturführung entsprechen. Die Temperatur-Integration erfolgt während der Heizperiode, im Winter, bei Frühlingsbeginn und eventuell im Herbst.

Vielversprechende Ergebnisse Versuche bei Rosen und Tomaten in Substratkulturen haben gezeigt, dass die Temperatur-Integration bei Rosen Energieeinsparungen von 10 % und bei Tomaten zwischen 15 und 35 % ermöglicht. Bei Rosen hat diese Art der Temperaturführung weder Auswirkungen auf Erträge und Stängellänge noch Effekte auf die Lebensdauer der Blumen in der Vase. Bei den Tomaten blieb der Jahresertrag in zwei von drei Jahren durch die verschiedenen Temperaturführungen unbeeinflusst. In der ersten Temperaturführungsphase (bis Mitte Juli) war der Ertrag hingegen geringer. Die Temperatur-Integration hatte keinerlei Auswirkung auf die analytische Qualität der Früchte. (Ende / agrar-presseportal.de)




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