Hannover (agrar-PR) - Täglich gehen der deutschen Landwirtschaft etwa 100 Hektar Fläche durch
den Bau von Industrieanlagen und Siedlungen sowie Infrastrukturmaßnahmen
verloren. Zusätzlich müssen für diese Projekte Kompensationsflächen
geschaffen werden. Dies sind landwirtschaftliche Nutzflächen, die von
den Investoren aufgekauft werden, um die Versiegelung, wie gesetzlich
gefordert, auszugleichen und Naturschutzflächen zu schaffen. Diese
Kompensationsflächen sind den Niedersächsischen Junglandwirten ein Dorn
im Auge, schließlich können an diesen Standorten keine Lebens- und
Futtermittel oder Energiepflanzen angebaut werden. Die Flächen liegen
häufig nur brach, werden aber nicht gepflegt, wie es für den Arten- und
Naturschutz sinnvoll wäre. Deshalb hat der Junglandwirte-Ausschuss des
Landvolks Niedersachsen jetzt Forderungen formuliert, um Alternativen zu
den häufig weder ökonomisch noch ökologisch sinnvollen
Ausgleichsflächen zu schaffen. Die jungen Landwirte fordern unter
anderem die Wahl zwischen der Kompensation über die Fläche oder über ein
Ersatzgeld, mit dem bestehende Naturschutzflächen aufgewertet werden.
Außerdem darf ein Hektar versiegelte Fläche auch nur mit maximal einem
Hektar Fläche kompensiert werden. Der Boden ist das wertvollste Gut der
Landwirte. Der Ausschuss will erreichen, dass der Landwirtschaft nicht
mehr davon verloren geht, als unbedingt notwendig. (Ende / agrar-presseportal.de)