Donnerstag, 24.05.2012 | 15:11:05
18.11.2011  |  13:40  | 

Umwelt

 | 

Tier

 |  PI: 263
Meldung: ID 11448 Text PDF Drucken Weiterleiten
Schrift + - Fotos Dokumente Videos ZIP

Quartier für Quälgeister: Was machen Mücken eigentlich im Winter?

Jetzt verschwinden auch die letzten Sonnenstrahlen: Die kalte Jahreszeit ist gekommen. Viele Wildtiere verkriechen sich.
Hamburg (agrar-PR) - Aber was machen eigentlich die Quälgeister des Sommers, die uns so gepeinigt haben, im Winter? Wo sind all die Stechmücken geblieben?

„Die Männchen erleben den Winter nicht", sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Denn sie sterben schon im Herbst." Männliche Mücken sind ohnehin nicht am „Blutrausch" beteiligt. Die eigentlichen Plagegeister sind die Weibchen, die Blut für ihren Mücken-Nachwuchs brauchen. „Und genau die überleben den Temperatursturz", sagt Goris.

Es gibt zahlreiche Stechmückengattungen mit den unterschiedlichsten Überwinterungsstrategien. Die meisten Arten überwintern wie die Waldmücken im Eistadium. Bei Hausmücken hingegen kommen befruchtete Weibchen problemlos über die kalte Jahreszeit. So können sie im Frühjahr möglichst frühzeitig ihre Eier legen. Kühle, feuchte und geschützte Stellen im Keller, in Höhlen, Viehställen und Häusern bieten ihnen ideale Überlebensbedingungen.

„Dort verfallen die Insekten in eine Art Kältestarre", erklärt die Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Dafür scheiden sie überschüssige Körperflüssigkeit aus. In die verbleibende Flüssigkeit wird ein Zucker eingebaut, der wie ein Frostschutzmittel wirkt. Schafft es eine Mücke jedoch, sich ins Haus einzuschleichen, treibt sie dort ihr Unwesen und sticht die Bewohner! „Den ganzen Winter übersteht sie allerdings meist nicht", beruhigt die Pressesprecherin.

Auch die bereits von Stechmücken gelegten Eier nehmen bei Frost nur sehr selten Schaden. Die Mückeneier können im Schlamm eines Gewässerbodens problemlos überwintern, solange dieser nicht gefriert", erläutert Goris. Entscheidend für eine Mückenplage sind die Entwicklungsbedingungen im Frühjahr und Sommer. Lange anhaltende Regenfälle sorgen für ideale Brutstätten der Larven. Wenn dann noch warme Temperaturen hinzukommen, sind die Voraussetzungen für eine neue Mückenplage perfekt. (DeWiSt) (Ende / agrar-presseportal.de)
Schlagworte
Mücken-überwintern | Überwinterungsstrategien | Kältestarre | Mückenplage | Stechmücke
Pressekontakt
Frau Eva Goris
Telefon: 040-73339-1874
Fax: 040-7330278
E-Mail: E.Goris@DeWiSt.de




© www.agrar-presseportal.de 2009 - 2012
An den Anfang der Seite springen
Pressefach
Deutsche Wildtierstiftung
Billbrookdeich 216
22113 Hamburg
Deutschland
fon:  +49  040  73339-1880
fax:  +49  040  7330278
email:  info@DeutscheWildtierStiftung.de
web:  http://www.deutschewildtierstiftung.de
>>>  Pressefach
Status
Folgende Meldung per E-Mail versenden:
Titel
Senden an
E-Mail-Adresse des Empfängers:
Zusätzlicher Text:
Ihre eigene E-Mail-Adresse:
Kopie an Absender