23.12.2019 | 20:15:00 | ID: 28177 | Ressort: Energie | Erneuerbare Energien

28 % des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien

Stuttgart (agrar-PR) - Baden-Württemberg: Mehr Strom aus Kernenergie und Windkraft, Rückgänge bei Erdgas und Wasserkraft
Im Jahr 2018 wurden in Baden-Württemberg rund 60.277 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen leichten Rückgang um 0,3 %.1 Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes konnten die erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahr erneut zulegen (+3,5 %) und erreichten damit einen Anteil von 28,2 % an der Bruttostromerzeugung. Die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern war hingegen im Vergleich zu 2017 rückläufig (- 1,7 %).

Die Beiträge der einzelnen Energieträger an der Stromerzeugung entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich. Erheblich mehr Strom wurde 2018 aus Kernenergie erzeugt (+ 12,5 %). Mit einem Anteil von 34,3 % an der Bruttostromerzeugung stand Kernenergie nach wie vor an erster Stelle im baden-württembergischen Strommix.

Rückgänge zeigten sich hingegen bei der Stromerzeugung aus Steinkohle und Erdgas. So sank die Erzeugung aus Steinkohle leicht um 0,6 %. Sie kam auf einen Anteil von 29,2 %. Die Stromerzeugung aus Erdgas verzeichnete im Jahr 2018, nach dem starken Anstieg 2016 und 2017, ein deutliches Minus von 17,8 % und erreichte einen Anteil an der Bruttostromerzeugung von 6,3 %. Weitere 2,0 % des Stroms wurde aus sonstigen konventionellen Energieträgern gewonnen. Dazu gehören unter anderem Heizöl, Braunkohle, Flüssiggas oder Raffineriegas.

Die erneuerbaren Energieträger erzeugten – mit Ausnahme der regenerativen Wasserkraft – zum Teil deutlich mehr Strom als vergangenes Jahr. Sie lagen auch 2018 weiterhin auf dem dritten Platz des Strommix Baden-Württembergs. Am meisten erneuerbarer Strom wurde in den Photovoltaikanlagen des Landes erzeugt.

Mit einem Plus von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr stieg ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung insgesamt auf 8,6 %. Die Biomasse kam mit einem Zuwachs von 1,7 % auf einen Anteil von 8,2 % an der Gesamtbruttostromerzeugung und stand damit erneut an zweiter Position unter den erneuerbaren Energiequellen.

In den Laufwasser- und Speicherwasserkraftwerken des Landes wurde gegenüber dem Vorjahr witterungsbedingt 5,2 % weniger Strom erzeugt. Der Beitrag der Wasserkraft an der Bruttostromerzeugung betrug 6,9 %. Die Erzeugung aus Windkraft legte auch 2018 wieder deutlich zu (+ 27,0 %). Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung erreichte 4,2 %, 2017 waren es 3,3 %.

1 Zu beachten ist, dass die Pumpspeicher und andere Speicheranlagen seit dem Berichtsjahr 2018 nicht mehr als Stromerzeuger in den Ergebnissen der amtlichen Statistik abgebildet werden und daher nicht mehr in der Berechnung der Bruttostromerzeugung berücksichtigt sind.
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