05.01.2022 | 12:37:00 | ID: 31978 | Ressort: Energie | Erneuerbare Energien

Balkonkraftwerk auch 2022 aktueller denn je - Strom selbst erzeugen

Stuttgart (agrar-PR) - Auch 2022 werden die Energiepreise weiter steigen! Daher überlegen viele Menschen, wie sie ihren eigenen Strom produzieren können. Eine relativ günstige Methode ist die Installation eines Plug&Play-Solarmoduls, im Volksmund Balkonkraftwerk oder Stecker-Solargerät genannt. Damit kann jeder Bürger seinen Anteil an der Energiewende leisten. Was hat es damit auf sich?

Mit einem Plug&Play-Solarmodul können nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Bewohner von Mietwohnungen ihren eigenen Strom erzeugen. Dabei wird aus dem Sonnenlicht nutzbare Energie gewonnen. Der Ertrag wird als Haushaltsstrom genutzt und ist für den Eigenbedarf gedacht. Waschmaschine, Spülmaschine und TV werden damit ebenso betrieben wie das Elektroauto und das E-Bike aufgeladen. Der Strom wird selbst verbraucht und nicht ins Netz eingespeist.

Balkonkraftwerke werden vorzugsweise an Balkonbrüstungen montiert und auf der Veranda oder im Garten aufgestellt. Sie schonen die Umwelt und lohnen sich mittel- bis langfristig auch finanziell. Es werden zur Energiegewinnung keine fossilen Rohstoffe verbrannt, die Energiekostenabrechnung wird merklich reduziert.

Was genau ist ein Balkonkraftwerk?

Balkonkraftwerke sind spezielle Solaranlagen für den Hausgebrauch. Sie werden im eigenen Wohnumfeld installiert und erzeugen hochwertigen, umweltfreundlichen und kostenlosen Solarstrom. Der Aufbau ist einfach, in der Regel wird kein Fachmann benötigt.

Stecker-Solargeräte bestehen entweder aus einem oder zwei Modulen und einem integrierten Wechselrichter. Sie benötigen eine Verbindung zu einer Steckdose, um Strom zu produzieren. Balkonkraftwerke eignen sich als “Inselsysteme” auch fürs Camping oder die Laube. Dann benötigen sie allerdings eine Batterie, damit der produzierte Strom genutzt werden kann.

Was ist der Unterschied zu einer Photovoltaikanlage?

Plug&Play-Geräte sind handlich und besitzen eine Nennleistung von bis zu 600 Watt. Sie können von Privatleuten angebracht werden. Die Anmeldung beim Netzbetreiber geht ohne bürokratischen Aufwand vor sich. Beim Umzug wird ein Balkonkraftwerk einfach abgebaut und am neuen Wohnort ohne großen Aufwand mit dem Hausnetz verbunden.

Photovoltaik-Anlagen, wie sie vorzugsweise auf Dächern von Privathäusern zu beobachten sind, produzieren Strom in einer Größenordnung zwischen 3 KW (Kilowatt) und 20 KW. Sie setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen und müssen von einem Fachbetrieb installiert werden. Dieser meldet sie auch beim Netzbetreiber an. Die Anlagen werden fest installiert und können nur mit erheblichem Aufwand demontiert werden.

So funktioniert ein Balkonkraftwerk
Seit 2017 sind Balkonkraftwerke in Deutschland erlaubt. Vorher wurden die Steckverbindungen vom VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) als nicht sicher betrachtet. Inzwischen dürfen nur genormte Bauteile verwendet werden, die auch in herkömmlichen Photovoltaikanlagen verbaut sind.

Bei einer Photovoltaik-Anlage sind die Module die Hauptkomponenten. Die Solarzellen bestehen aus Silizium, ein Material, welches in der Lage ist, Sonneneinstrahlung in nutzbare Energie umzuwandeln. Dieser so gewonnene Gleichstrom fließt in den eingebauten Wechselrichter, wo er in Wechselstrom transformiert wird. Dieser wird dann über einen Schukostecker in die Steckdose eingespeist. Alle Komponenten sind mit einem Solarkabel verbunden.

Montage eines Balkonkraftwerkes

Bei der Montage ist Sorgfalt geboten. Das Balkonkraftwerk ist vorzugsweise nach Süden ohne Verschattung auszurichten, weil so das ganze Jahr über die meisten Erträge erzielt werden. Das Befestigungsmaterial muss für eine sichere Montage zugelassen sein, ist aber im Regelfall im Lieferumfang enthalten. Den Angaben der Bedienungsanleitung des Herstellers ist unbedingt Folge zu leisten. Es ist darauf zu achten, dass Wind die Anlage nicht beschädigen kann.

Vor- und Nachteile eines Balkonkraftwerks

Die Vorteile eines Balkonkraftwerks liegen auf der Hand. Sie sind besonders für Mieter interessant, die über keine eigenen Dachflächen verfügen. Die Anschaffungskosten halten sich in Grenzen, die Installation ist einfach zu bewerkstelligen.

Plug&Play-Solarsysteme tragen zum Umweltschutz bei und entlasten die Haushaltskasse spürbar. Leider ist es bislang nicht möglich, überschüssigen Strom gegen eine Vergütung ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Der Ertrag eines Balkonkraftwerkes hängt von der Ausrichtung und der Größe ab. Ein 300 Watt-Modul an einem Südbalkon liefert jährlich über mehr als 20 Jahre hinweg 200 KWh Strom.

Bei den heutigen Strompreisen von durchschnittlich 32 Cents/KWh bedeutet das eine Einsparung von 64 Euro jährlich. Ein Standardmodul kostet um die 400 Euro, amortisiert sich also nach gut sechs Jahren. In dieser Rechnung ist der zukünftige Preisanstieg für Energie nicht enthalten.

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