23.04.2012 | 03:00:00 | ID: 12731 | Ressort: Energie | Erneuerbare Energien

Heizen mit Holzpellets wird immer beliebter

Frankfurt am Main (agrar-PR) - Holzpellets werden in Deutschland immer beliebter. Mittlerweile werden hierzulande fast 2 Millionen Tonnen des preiswerten Heizmaterials produziert – überwiegend aus Restholz, wie etwa auch Hackschnitzel oder Scheitholz. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat in der Pelletierung durch die höhere Dichte einen absolut konkurrenzfähigen Brennwert. Im Vergleich mit Öl sind Holzpellets zudem fast 50 % günstiger im Heizkostenvergleich. Die Zahlen des Bundesumweltministeriums für das Jahr 2010 zeigen deutlich, warum Holzpellets so im Aufwärtstrend liegen.

Holz hat eine hervorragende Klimabilanz

Holz wächst natürlich ohne Energieeinsatz und verbrennt in Pelletheizungen ohne Ausstoß von Kohlendioxid. Im Jahr 2010 wurden durch den nachwachsenden Rohstoff Holz über 100 Mrd. Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt. Bei den Erneuerbaren Energien, die für diese Zwecke eingesetzt werden, macht das einen Anteil von mehr als 70 % aus. 54,3 % wurden davon in Privathaushalten eingesetzt, 17,9 % in der Industrie und ca. 5 % in Heizkraftwerken. Neben der Biomasse haben Biogase und Bioflüssigkeiten etwa einen Anteil von etwas mehr als 20 %. Bei der Stromerzeugung aus Biomasse haben Holzpellets, Hackschnitzel und Scheitholz einen Anteil von ca. einem Drittel.

Holzpellets sind günstig in der Anwendung

Durch die Pressung in kleine zylindrische Körper entsteht eine Verdichtung des Materials (beispielsweise um das Dreifache im Verhältnis zum Ausgangsprodukt Sägespäne), die nicht nur den Brennwert erhöht, sondern aus dem losen Material auch ein leicht handhabbares Schüttgut macht. Holzpellets sind einfach zu transportieren, zu lagern und für die Brennanlagen in optimalen Dosierungen bereit zu stellen. Staubbildung und –explosionen werden vermieden sowie Kontaminationen mit toxischen Stoffen. Pelletheizungen sind in Deutschland nach der DIN 51731 und in Österreich nach der ÖNORM M 7135 für Pelletskessel ausgelegt. Der Markt hat eine klare Struktur, es besteht ständige Lieferfähigkeit und die Preisschwankungen sind äußerst gering. In der Regel ist es gleich, zu welcher Jahreszeit man sich die Holzpellets liefern lässt. Deutschland hat eine ausreichende Produktion und exportiert mehr als 20 % davon ins Ausland.

Holzpellets im Vergleich mit Öl- und Erdgasheizungen

Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat die Gesamtkosten von Heizungen auf Basis von Öl, Gas, Pellets und Scheitholzvergasung untersucht. In die Berechnungen einbezogen wurden die Anschaffungskosten bezogen auf die jeweilige Nutzungsdauer, die Kosten für das Heizmaterial sowie die Kosten für die Wartung und Überwachung der Anlage. Am besten schnitten die Scheitholzvergaserkessel ab, ca. 25 % mehr Kosten verursachten Pellets- und Gasheizungen, am Ende standen die Ölheizungen. Mit jeder Öl- und Gaspreiserhöhung werden die Holzpellets, selbst sehr preisstabil, günstiger. Weitere Informationen zum Heizen mit Pellets gibt es hier.
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