14.04.2011 | 13:05:00 | ID: 9097 | Ressort: Energie | Erneuerbare Energien

Wlodkowski: Wer gegen Biotreibstoff ist, macht das Tanken teurer

Wien (agrar-PR) - "Wer heute noch fossile Energie verteidigt, wie die Arbeiterkammer, und Biotreibstoffe verteufelt, macht für die Österreicher das Tanken und Heizen noch teurer."
"Das zusätzliche Treibstoffangebot aus dem biogenen Bereich entlastet nämlich den fossilen Treibstoffmarkt und wirkt daher klar preisdämpfend. Allein seit Beginn der Krise im arabischen Raum stiegen die Preise für Heizöl um 21 %, jene für Treibstoffe um 18 %. Und die gestern veröffentlichten Konsumausgaben zeigen, dass wegen der Biotreibstoffe die Konsumenten nicht mehr für Nahrungsmittel ausgeben müssen, wie die Biotreibstoff-Gegner seit Jahr und Tag fälschlicherweise behaupten.

Im Gegenteil: Die Verbrauchsausgaben für Ernährung fielen mit 12,1% auf den vierten Platz hinter Wohnen, Energie (23,8%), Verkehr (15%) und Freizeit, Sport, Hobby (12,8%) zurück. Es bleibt für mich ein Rätsel, warum die österreichische Arbeitnehmervertretung für immer teurere Öl- und Gasimporte ist statt für grüne Arbeitsplätze im Inland und so für mehr Unabhängigkeit von unberechenbaren Despoten, die jederzeit den Lieferhahn zudrehen können", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich. Lebensmittel wurden langfristig billiger "Seit Beginn der Erzeugung von Biotreibstoffen und grüner Energie gilt für unsere Landwirtschaft das Prinzip Teller, Trog, Tank.

Die Sicherung der menschlichen Ernährung hat weiterhin klare Priorität. Darüber hinaus konnte Österreich aber mittlerweile auch den Verarbeitungsbereich enorm ausbauen und dadurch mit veredelten Getreideprodukten die inländische Wertschöpfung steigern sowie Exportmärkte erobern. Während Österreich bei Qualitäts- und Premiumweizen Nettoexporteur bleibt, stammt ein Teil des Rohstoffes für den Verarbeitungsbereich auch aus dem benachbarten Donauraum. Gerade für die strukturschwache Grenzregion hat diese gesteigerte Verarbeitungskapazität und hochwertige Veredelung von Getreide zu Ethanol, Futtermitteln, Stärke oder Zitronensäure auch eine struktur-, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Bedeutung", stellte Wlodkowski weiter fest und ergänzte: "Trotz dieser Entwicklung sind die realen Preise für Agrarrohstoffe und für Lebensmittel langfristig gefallen. In den letzten dreißig Jahren wurden die Nahrungsmittel nur um 48,5 Prozent teurer, die Löhne hingegen stiegen mit 109,3 Prozent mehr als doppelt so stark. Diesen Trend bestätigte nun auch die jüngste Konsumerhebung".


Will AK lieber Konsumenten-Geld verschenken?

"Das Bekenntnis zu den Biokraftstoffen findet sich nicht nur im Regierungsübereinkommen, es findet sich auch in der Energiestrategie sowie im Weißbuch der Sozialpartner zu den ‚Herausforderungen in der Energiepolitik'. Außerdem ist unter Experten völlig unumstritten, dass die Klimaziele, die Österreich durch rigorose CO2-Sparmaßnahmen erfüllen muss, nur über Biokraftstoffe erreichbar sind. Aber offenbar ist der Arbeitnehmervertretung, deren Einnahmen seit Jahrzehnten jährlich automatisch steigen, bei ihrer sturen Biotreibstoff-Verhinderungspolitik entgangen, dass Österreich so nicht nur auf Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Technologieentwicklung verzichten muss, sondern dass die Steuerzahler zusätzlich zu den 10 Milliarden Euro für Importe fossiler Energie auch noch weitere Milliarden für ausländische CO2-Zertifikate aufzubringen haben werden. Dabei wäre es ganz einfach: Statt Geld ins Ausland zu verschenken, sollten wir es im Inland investieren, um so rasch die erneuerbaren Energieträger voranzubringen", stellte Wlodkowski abschließend fest. (lk-ö)
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