16.12.2021 | 11:31:00 | ID: 31814 | Ressort: Energie | Verbrauch & Versorgung

13,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent 2020 durch Biokraftstoffe eingespart

Bonn (agrar-PR) - Im Quotenjahr 2020 produzierte die Branche über 4,6 Millionen Tonnen Biokraftstoffe für den deutschen Markt; das entspricht rund 168 Petajoule. Die durchschnittliche Treibhausgaseinsparung dieser Biokraftstoffe betrug gegenüber fossilen Kraftstoffen 83 Prozent. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) legt ihren jährlichen Evaluations- und Erfahrungsbericht vor.
2020 wurden auf dem deutschen Biokraftstoffmarkt 36 Prozent mehr Biokraftstoffe als im Vorjahr (2019: 124 Petajoule) eingesetzt, was zu einer Vermeidung von rund 13,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent führte.

53 Prozent entfallen auf Biodiesel – 90 Prozent der Rohstoffe aus Europa und Asien
Den größten Anteil der insgesamt eingesetzten Biokraftstoffe hatte mit 53 Prozent Biodiesel (FAME). 26 Prozent aller Biokraftstoffe waren hydrierte Pflanzenöle (HVO). Bioethanol hatte einen Anteil von 18 Prozent.

Als Rohstoff für die Herstellung der Biokraftstoffe kommen zu 72,5 Prozent angebaute Biomasse, hier vor allem Palmöl, Raps und Mais, und zu 27,5 Prozent Abfall sowie Reststoffe zum Einsatz.

Der Rohstoff für die Biokraftstoffe stammt zu 47 Prozent aus Europa und 42 Prozent aus Asien.

Sieben Prozent weniger flüssige Biobrennstoffe verstromt
Die Branchenakteure beantragten für knapp 31 Petajoule (2019: 33 Petajoule) flüssiger Biobrennstoffe nach der Verstromung und Einspeisung eine EEG-Vergütung. Rund 81 Prozent dieser Biobrennstoffe waren Dicklauge aus der Zellstoffindustrie und 14 Prozent Pflanzenöle. Die durchschnittliche Treibhausgaseinsparung aller Biobrennstoffe beläuft sich auf rund 91 Prozent gegenüber fossilen Brennstoffen. Durch ihren Einsatz konnten knapp 2,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden werden.

Hintergrund
Die EU will die Treibhausgasemissionen verringern, den Anteil erneuerbarer Energien steigern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren. Die entsprechenden Richtlinien sind durch Verordnungen in nationales Recht umgesetzt. Die BLE überwacht die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien der EU-Richtlinie in Deutschland und stellt der Bundesregierung Daten zum Status der Zielerreichung zur Verfügung. Damit liefert sie gleichzeitig eine Datenbasis für die Maßnahme Nr. 16 „Kraftstoffmix und Entwicklung fortschrittlicher Biokraftstoffe“ im Klimaschutzprogramm 2030.

Der Evaluations- und Erfahrungsbericht 2020 kann ab sofort in der Rubrik „Informationsmaterial“ unter www.ble.de/biomasse heruntergeladen werden. Zusätzlich stellt die BLE Hintergrunddaten (Kapitel 10) in kompakter Form bereit. Eine englischsprachige Version wird voraussichtlich Anfang 2022 als Download verfügbar sein.
Pressekontakt
Herr Tassilo v. Leoprechting
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Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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