19.10.2021 | 13:41:00 | ID: 31261 | Ressort: Ernährung | Markt & Trends

Das Geheimnis des extra trockenen Cidres aus der Normandie

Frankfurt a.M. (agrar-PR) - Von September bis Ende November duftet es in der ganzen Normandie nach reifen Äpfeln, die über mehrere Wochen schonend geerntet, in den Apfelpressen lokaler Produzenten langsam zu Apfelmost gepresst und anschließend in Cidre verwandelt werden. Ein ganz besonderer Cidre entsteht auf der Halbinsel Cotentin.
Nur neun Produzenten kreieren hier den in Frankreich einzigartigen Cidre du Cotentin AOP „extra brut“ nach festgelegten Kriterien. Erst seit kurzem erschaffen sie durch einen neuen Prozess der längeren Alterung außerdem Jahrgangs-Cidre, die das ganze Potenzial des normannischen Cidres offenbaren.

Herbes Geschmackserlebnis: Cidre du Cotentin AOP

Zugesetztes Wasser, Kohlensäure oder Apfelkonzentrat, Pasteurisierung, Zucker- oder Hefezusatz – all das sucht man im Cidre du Cotentin AOP vergebens – zum Glück! Denn so entsteht ein herkunftsgeschütztes Naturprodukt, das durch traditionelle Herstellungsmethoden, natürliche Reifung und herbe Frische überzeugt. Als erster Cidre in Frankreich trägt der Cidre du Cotentin AOP die Bezeichnung „extra brut“ – extra trocken. Mit höchstens 18 Gramm Zucker pro Liter Cidre bei Flaschenabfüllung und mindestens 5% Alkohol ist dieser Cidre reich an Tanninen und Antioxidantien. Seinen starken Charakter erhält der Cidre du Cotentin AOP durch die Auswahl lokaler, polyphenolhaltiger Apfelsorten mit bitteren und bitter-süßen Aromen. Wer es etwas milder mag, der wählt die Variante „brut“ (32 Gramm Zucker/ 3,5% Alkohol). Nach 2 Monaten Flaschenreifung entsteht ein Cidre der Farbe hellgelb bis orange-gelb mit Geschmacksnoten von Butter und getrockneten Kräutern. Er ist ein idealer Begleiter von Krusten- und Schalentieren oder Fisch und damit ganz auf die maritime Gastronomie seiner Herkunftsregion abgestimmt.

Neue Wege gehen, um die ganze Komplexität des Cidres zu zeigen

Dem Cidre Zeit geben, damit er seinen vollen Charakter entfalten kann: das ist der Anspruch der neun Produzenten des Cidres du Cotentin AOP. Ab dem Jahrgang 2020 bieten sie interessierten Käufer*innen an, die Jahrgangs-Cidre anstatt der üblichen 2 Monate mindestens 2 Jahre lang in ihren Kellern in der Flasche reifen zu lassen. Mit diesem Prozess der längeren Alterung entstehen so - ähnlich wie beim Wein – vollmundige Cidre, bei denen die komplexen Aromen noch stärker hervortreten. 2 Jahre Alterung sind dabei erst der Anfang - der Cidre du Cotentin könnte sogar noch viel länger reifen. Lagerzeiten von zwei, fünf bis hin zu 20 Jahren sind denkbar.

Eingesammelt oder geschüttelt, nicht gepflückt!

Neben dem Cidre du Cotentin AOP gibt es noch zwei herkunftsgeschützte normannische Cidre: den Klassiker Cidre du Pays d’Auge AOP und den Neuzugang Cidre du Perche AOC. Die Mostäpfel wachsen in den traditionellen normannischen Apfelgärten, geschützt umgeben von Hecken aus Buchen, Eschen und Eichen. Das Mosaik des jahrhundertealten „bocage normand“ (dt. etwa „Wallheckenlandschaft“) ist die Bedingung für ein mildes, windgeschütztes Mikroklima und fördert die Anwesenheit unzähliger bestäubender Insekten. Von September bis circa Ende November werden die Äpfel in mehreren Erntephasen eingesammelt. Bei herkunftsgeschütztem Cidre mit dem AOP/ AOC Label ist der Erntezeitpunkt gekommen, wenn die Äpfel reif vom Baum fallen bzw. sie durch Schütteln reif herunterfallen. So schöpfen die Normann*innen die Apfelaromen für ihren Cidre voll aus.

Weitere Informationen

Cidre du Cotentin: www.cidrecotentin.fr

Cidre du Pays d’Auge: www.cidrepaysdauge.com/en/

Cidre du Perche: https://cidreduperche.fr/

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