29.09.2022 | 16:27:00 | ID: 34215 | Ressort: Ernährung | Markt & Trends

Ernährung in der Kindertagesbetreuung stärken: Netzwerk entwickelt Informationssammlung für Multiplikatoren

Bonn (agrar-PR) - Um Kinder möglichst früh für eine nachhaltige und gesundheitsförderliche Ernährung zu begeistern, bedarf es einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten im komplexen System Kindertagesbetreuung.
Das Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ), das in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt ist, lädt deshalb regelmäßig zum Runden Tisch „Ernährung in der Kindertagesbetreuung“ ein – so auch gestern in Berlin. Aus der Netzwerkarbeit ist eine umfangreiche Informationssammlung mit aktuellem Forschungs- und Praxiswissen entstanden. Multiplikatoren in der Kindertagesbetreuung, Kindertagespflegepersonen, Erzieherinnen und Erzieher finden diese unter www.nqz.de/das-nqz/gute-kita-gesetz .

Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern hat auch enormes Bildungspotenzial: In Kita und Kindertagespflege können so bereits den Jüngsten soziale, motorische und kommunikative Fähigkeiten sowie Wissen über Gesundheit oder einen nachhaltigen und gesundheitsförderlichen Ernährungsstil vermittelt werden. Kinder lernen dies am besten, wenn sie beteiligt werden, mit Freude und Genuss essen lernen und sich wohlfühlen. Dafür muss Ernährung im Betreuungsalltag ganzheitlich verankert werden – in der Konzeption, über die Speisenauswahl und Mahlzeitengestaltung bis zur Elternarbeit. In der digitalen Informationssammlung finden sich dazu Beispiele aus der Trägerpraxis, Beratungsangebote und Empfehlungen sowie Orientierungshilfen zur Ernährungsbildung.

Netzwerktreffen um Ernährung und Bildung stärker zu verknüpfen
Mit der ressortübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wird Verpflegung und Bildung als Einheit gestärkt.

Dr. Miriam Saati, stellvertretende Abteilungsleiterin für Kinder- und Jugendpolitik im BMFSFJ: „Ein gesundes Aufwachsen von Kindern von Anfang an ist ein zentrales Anliegen des Bundesfamilienministeriums. Das Themenfeld Gesundheit und Ernährung ist daher bereits jetzt ein Handlungsfeld im Gute-KiTa-Gesetz und soll künftig im KiTa-Qualitätsgesetz ein Handlungsfeld von vorrangiger Bedeutung werden. Damit können auch künftig Maßnahmen zur Förderung einer gesunden Ernährungsweise umgesetzt werden. Ich freue mich, dass wir im BMFSFJ, im BMEL und im NQZ bei diesem wichtigen Thema ein vielfältiges und engagiertes Netzwerk an unserer Seite wissen.“

Dr. Doris Heberle, Unterabteilungsleiterin Ernährung im BMEL: „Die Forschung ist sich einig: Der Grundstein für das spätere Essverhalten wird früh gelegt. Deshalb rücken wir Kinder und Jugendliche in den Fokus unserer Ernährungspolitik. Eine wichtige Maßnahme ist die Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung. Deshalb arbeiten wir daran, dass möglichst viele Kinder Zugang zu gesunden, nachhaltig produzierten und abwechslungsreichen Speisen haben – für ein gesundes Aufwachsen und zum Schutz von Umwelt und Klima.“

Unter Federführung des vom BMEL eingerichteten NQZ, treffen sich die Partner des Bund-Länder-Netzwerks zu regelmäßigen Runden Tischen. Ziel des fachlichen Austausches ist es, durch gebündelte Netzwerkaktivitäten und Informationsarbeit die Strukturen zu stärken und Ernährung sowie Bildung stärker miteinander zu verknüpfen. Die Sicht der Kinder auf Essen und Trinken ist hierbei das verbindende Element.

Hintergrund
Das Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt. Das NQZ unterstützt die Umsetzung des am 01. Januar 2019 in Kraft getretene Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiQuTG, bekannt als „Gute-KiTa-Gesetz“) im Handlungsfeld 6 „Förderung von Maßnahmen und ganzheitlicher Bildung in den Bereichen kindliche Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung“. Ziel ist, die Qualität frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindertagesbetreuung bundesweit weiterzuentwickeln und bestehende Unterschiede zwischen den Bundesländern anzugleichen.
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