04.06.2009 | 00:00:00 | ID: 771 | Ressort: Ernährung | Obst & Gemüse

In den Plantagen locken jetzt die Erdbeeren

Hannover (agrar-PR) - Bereits im Mittelalter galt die Erdbeere als Sinnbild der Verführung. Und auf die pure Verführung aus niedersächsischer Erzeugung dürfen sich Erdbeerfans in diesem Jahr so früh wie noch nie freuen. Nach einer Umfrage des Landvolk-Pressedienstes haben die niedersächsischen Landwirte jetzt die Haupternte im Freiland eingeläutet. Auch die meisten Plantagenbesitzer haben bereits ihre Flächen für Selbstpflücker geöffnet, der Rest wird Zug um Zug folgen. Erste Vorboten der aromatischen Sommerfrüchte hatten die norddeutschen Erzeuger unter schützenden Folien oder Vlies bereits seit Anfang Mai geerntet, auf dem Freiland nehmen die Beeren ihre tiefrote Farbe und den verführerischen Geschmack dagegen erst seit Ende des Monats an. Gerade rechtzeitig ist in vielen Gegenden der so dringend benötigte Regen gefallen, so dass die Früchte auch noch an Größe zulegen konnten. Ob pur, mit Sahne oder als leckerer Kuchen – noch gut vier Wochen lang werden die leckeren Früchte aus Niedersachsen nun den Sommer versüßen.

Die Ernteaussichten werden von den Landwirten als relativ normal beurteilt, wobei den Pflanzen die günstige Witterung zugute kam. Denn die Erdbeere ist nicht nur schön und aromatisch, sondern bezüglich ihres Anbaus und der Witterung etwas sensibel und anspruchsvoll. So mussten nach den Erkenntnissen von Walter Nühstedt, Vorsitzender des Vereins „Die Pflückfrischen“, einige Pflanzen während der Eisheiligen zwar Spätfröste erdulden, generell kamen die Erdbeeren mit den Temperaturen und den Niederschlägen in diesem Frühjahr jedoch gut zurecht. Die derzeitige „Schafskälte“ nehmen die Anbauer ebenfalls recht gelassen: „Anfang Juni ist die Witterung nicht ungewöhnlich, dem Geschmack der Früchte kommt die Kühle sogar zugute“, erklärt Nühstedt. Die Qualität und den Geschmack der heimischen Erdbeeren bezeichnet er als „hervorragend“.

Aufgrund des frühen Erntestarts überschneidet sich das norddeutsche Angebot jedoch etwas mit dem aus Süddeutschland. Ausländische Konkurrenz brauchen die Sommerfrüchte dagegen nicht zu fürchten; Zum einen gehen deren Angebotsmengen bereits wieder zurück, zum anderen sind auch in den Regionen, die sich sonst zeitlich mit dem heimischen Angebot überschnitten haben wie etwa Norditalien, die Produktionskosten in jüngster Zeit deutlich gestiegen. Die Verbraucher füllen ihre Einkaufskörbe nach wie vor überwiegend mit Blick auf den eigenen Geldbeutel, gerade bei Erdbeeren geben sie nach Ansicht von Marktexperten aber durchaus heimischer Ware den Vorzug, wenn diese auf dem Markt ist. In jedem deutschen Haushalt werden nach Daten der Agrarstatistik jährlich gut drei Kilo der leckeren roten Früchte vernascht, davon stammen rund zwei Drittel aus heimischer Produktion. (LPD 22/2009)
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Landvolk Niedersachsen - Landesbauernverband e.V.
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