03.06.2009 | 00:00:00 | ID: 759 | Ressort: Ernährung | Obst & Gemüse

Wie pflegt man Tomatenpflanzen?

Bonn (agrar-PR) - Die Tomate gehört zu den beliebtesten Gemüsearten der Deutschen. Sie liegt auf Platz 1 der Gemüse-Top-Ten. Fast 22 Kilogramm verzehrt jeder Bundesbürger durchschnittlich im Jahr – frisch und in verarbeiteter Form. Ihr Anbau im Hausgarten bringt aber häufig Probleme mit sich, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Wegen ihrer Frostempfindlichkeit dürfen Tomaten erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. In kühleren Jahren und Gegenden bereitet der Tomatenanbau im Freiland Probleme. Die Pflanzen können bereits im jungen Stadium von der Krautfäule befallen werden. Die Früchte reifen schlecht aus und schmecken fad.

Mit Ausnahme der Buschtomate, die häufig für Balkonkästen angeboten wird, hat die Tomate ein unbegrenztes Wachstum. Das heißt, der Haupttrieb wächst immer weiter, und auch in den Blattachseln bilden sich Seitentriebe. Damit die Kraft der Pflanzen nicht bei der Produktion von Blättern und neuen Trieben verbraucht wird, werden alle Seitentriebe ab drei bis fünf Zentimeter Länge ständig ausgebrochen.

Die Tomate zählt zu den starkzehrenden Gemüsekulturen. Vor der Pflanzung sollten als Düngung etwa drei Kilogramm pro Quadratmeter halbreifer Kompost oder angerotteter Stallmist in die oberste Bodenschicht von 15 Zentimetern eingearbeitet werden, sowie etwa 50 Gramm Hornspäne oder 80 Gramm Rizinusschrot pro Quadratmeter. Diese Düngermenge ist für die gesamte Kulturzeit ausreichend.

Regelmäßiges Wässern sorgt für einen höheren Ertrag und bessere Qualität bei den Tomaten. Außerdem verhindert es, dass die Früchte platzen. Bei seltenen, dafür hohen Wassermengen in einer Gabe ist dagegen mit dem Platzen der Früchte zu rechnen. Gegossen wird am besten morgens, damit der Bestand bis zum Abend wieder abtrocknen kann. Es darf wegen der Gefahr von Pilzkrankheiten nicht über die ganze Pflanze gegossen werden, sondern nur an den Stammgrund.

Probleme bereiten im Hausgarten hauptsächlich Pilz-Krankheiten, wie die Kraut- und Braunfäule, die an schwarz-braunen Flecken der Blätter und Früchten zu erkennen ist. Insgesamt fördert Feuchtigkeit die Infektion mit Pilzkrankheiten. Deswegen muss der Tomatenbestand zwar ausreichend von unten gewässert werden, die Pflanzen selbst sollten aber möglichst trocken gehalten werden. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, muss Luft durch den Bestand wehen. Es darf also nicht zu dicht gepflanzt sein.
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