21.09.2022 | 16:43:00 | ID: 34141 | Ressort: Ernährung | Veranstaltungen

Weltstillwoche 2022: „Stillen – eine Handvoll Wissen reicht.“

Bonn (agrar-PR) - Gute Beratung und ein wenig Basiswissen – mehr braucht es meist nicht, damit Frauen der Start ins Stillen gelingt. Das Motto der diesjährigen Weltstillwoche vom 03. bis 09. Oktober lautet daher „Stillen – eine Handvoll Wissen reicht.“ Fachleute stillfördernder Institutionen haben die fünf wichtigsten Basisinformationen zum Stillen formuliert und in einer „Hand“ als zentrales Motiv zusammengefasst.
Das Beratungsmaterial „Stillen – eine Handvoll Wissen reicht.“ können Fachkräfte in ihrer Arbeit einsetzen und jungen Müttern so im doppelten Sinne die Hand reichen.

Jeder Finger dieser Hand steht dabei symbolisch für eine Basisinformation:
• Stillen ist von der Natur vorgesehen, Muttermilch ist die normale Ernährung von Säuglingen.
• Direkter Hautkontakt gleich nach der Geburt zwischen Mutter und Kind wirkt sich positiv auf den Stillbeginn und die Stillbeziehung aus.
• Die zurückgelehnte Stillhaltung ist gerade kurz nach der Geburt eine entspannte Position für die Mutter und erleichtert dem Neugeborenen den Weg zur Brust.
• Häufiges Stillen ist richtig und wichtig, denn so bekommt ein Baby Milch nach Bedarf und viel körperliche Nähe.
• Muttermilch von Hand gewinnen ist praktisch, macht flexibel und unabhängig von technischen Hilfsmitteln.

Das Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat zu diesen fünf Basisinformationen ein Poster und eine Karte für die Beratungsarbeit entwickelt. Außerdem begleitet es die Weltstillwoche mit Kommunikationsaktivitäten wie Fortbildungen für Fachkräfte und Aktionen in den sozialen Medien: Beispielsweise können Frauen vom 03. bis 09. Oktober bei Instagram unter dem Hashtag #StillenEineHandvollWissen ihre Erfahrungen und Eindrücke teilen, was für sie beim Stillen hilfreich war. Das Beratungsmaterial und alle Informationen zur Weltstillwoche gibt es auf www.gesund-ins-leben.de/weltstillwoche.

Eine Übersicht zu den Akteurinnen und Akteuren, die die Inhalte der „Hand“ in ihrer Arbeit einsetzen und sich während der Weltstillwoche 2022 für einen gelingenden Stillstart engagieren, gibt es unter www.gesund-ins-leben.de/wsw-akteure .

Beratung durch Fachpersonal wichtig für individuellen Stillweg
Insbesondere der Stillbeginn ist eine sensible Phase, die die weitere Stillzeit maßgeblich prägt. Wichtig ist eine kompetente, feinfühlige Stillberatung durch Fachpersonal wie (Familien-) Hebammen, Pflegekräfte, Stillberaterinnen ebenso wie durch Ärztinnen und Ärzte und ihr Praxispersonal. Zusammen mit einfachen Angeboten zur Unterstützung bei Stillschwierigkeiten sowie dem Wissen, dass nicht immer alles perfekt laufen muss, werden gute Voraussetzungen für eine gelingende Stillzeit geschaffen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) begrüßen Initiativen, die jungen Müttern Selbstvertrauen für ihren individuellen Stillweg geben.

Hintergrund
Unter Beteiligung von WHO und UNICEF ist die Weltstillwoche die größte gemeinsame Kampagne aller stillfördernden Organisationen weltweit. Ziel ist es, Stillen als natürliche und selbstverständliche Ernährung für Säuglinge in den Mittelpunkt zu stellen und sowohl Familien als auch die Gesellschaft über die positiven Effekte des Stillens zu informieren.

Denn Muttermilch stärkt die Abwehrkräfte, gestillte Kinder haben eine geringere Wahrscheinlichkeit für Übergewicht oder den plötzlichen Kindstod und erkranken seltener an Mittelohrentzündungen, Magen-Darm- und Atemwegsinfekten. Frauen, die gestillt haben, haben ein geringeres Risiko für Brustkrebs, Eierstockkrebs, Diabetes Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Stillen stärkt neben der Gesundheit auch die emotionale Bindung von Mutter und Kind.

Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Das Netzwerk gehört zum Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Dieses ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt, im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.
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Herr Tassilo v. Leoprechting
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