11.12.2009 | 00:00:00 | ID: 4129 | Ressort: Ernährung | Verbraucherschutz

Minister Peter Hauk MdL: "Unsere Gesellschaft braucht eine schlagkräftige und zeitgemäße Lebensmittelüberwachung"

Stuttgart (agrar-PR) - Baden-Württemberg baut Lebensmittelkontrolle weiter aus / Bis 2012 zusätzlich 66 Lebensmittelkontrolleure
"Lebensmittelüberwachung ist angewendeter Verbraucherschutz. Die Bürgerinnen und Bürger des Landes müssen sich darauf verlassen können, dass die von ihnen konsumierten Lebensmittel sicher und einwandfrei sind", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Freitag (11. Dezember) in Stuttgart. Überwachung und Kontrolle von Lebensmitteln sei ein sehr sensibler Bereich und eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft. Vor allem vor dem Hintergrund eines zunehmend globalisierten Handels mit Lebensmitteln wird der Lebensmittelüberwachung eine überaus wichtige Rolle zuteil.

"Um die hohe Qualität der Lebensmittel im Land weiter sicherzustellen, wird die Landesregierung die Lebensmittelmittelüberwachung personell aufstocken. Bis zum Jahr 2012 wird das Land Haushaltsmittel für die schrittweise Einstellung von zusätzlich 66 Lebensmittelkontrolleuren bereitstellen", erklärte der Verbraucherschutzminister. Im Rahmen der Verwaltungsreform im Jahre 2005 seien 222 Lebensmittelkontrolleure des damaligen Wirtschaftskontrolldienstes an die Stadt- und Landkreise übergegangen. Diese würden nun bedarfsgerecht verstärkt werden.

"Baden Württemberg hat die Risikoorientierung in der Lebensmittelüberwachung konsequent und intelligent umgesetzt. Festgestellte Verstöße werden analysiert, verfolgt und abgestellt. Die Einteilung der der Lebensmittelüberwachung unterliegenden Betriebe in Risikoklassen bringt entscheidende Vorteile. So liegt es beispielsweise auf der Hand, dass der Getränkehändler nicht so häufig kontrolliert werden muss, wie ein Betrieb, der leicht verderbliche Lebensmittel verarbeitet", so Peter Hauk. Die baden-württembergischen Lebensmittelkontrolleure würden dort kontrollieren, wo das Risiko für Verstöße am größten wäre. Dies bringe im Hinblick auf die Schlagkräftigkeit und Effizienz der heimischen Lebensmittelkontrolle entscheidende Vorteile.

Die Erfolge der jüngeren Vergangenheit würden zeigen, dass man in Baden-Württemberg auf dem richtigen Weg sei. "Es ist sicher kein Zufall, dass Schummel-Schinken, Käseimitat oder Melamin in Kinderbonbons aus China in erster Linie von der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung aufgedeckt worden sind", betonte der Minister. Gleichwohl würden diese Beispiele auch die Notwendigkeit und die Tragweite der Thematik unterstreichen.

Die Lebensmittelkontrolleure in den 44 Stadt- und Landkreisen würden jährlich im Rahmen von etwa 100.000 Kontrollbesuchen rund 60.000 Betriebe kontrollieren. Darüber hinaus würden ungefähr 53.000 Lebensmittelproben entnommen werden, die in den vier Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern des Landes untersucht und wissenschaftlich begutachtet würden. Die Kontrollhäufigkeiten würden nach einem System der Risikobeurteilung der Länder nach Gesichtspunkten der Hygiene und der betrieblichen Eigenkontrollen ermittelt. Im Jahr 2008 hätten 28 Prozent der kontrollierten Betriebe Mängel aufgewiesen. Maßnahmen der Behörden wie Belehrungen, Rückrufüberwachungen vom Markt genommener Produkte, Bußgeldverfahren oder in Einzelfällen gar Betriebsschließungen seien ergriffen worden. Weitere Informationen zum Thema Lebensmittelüberwachung finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de
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