24.11.2021 | 08:55:00 | ID: 31588 | Ressort: Gartenbau | Pflanze

Growbox: Wofür ist sie da und wie wird sie benutzt?

Stuttgart (agrar-PR) - Growboxen sind eigentlich nichts anderes als ein Gewächshaus, das man sich in die eigene Wohnung stellen kann. Innerhalb der Box können Gärtner völlig unabhängig von dem Raum, in dem die Growbox steht, Bedingungen schaffen, die für den Anbau bestimmter Pflanzen optimal sind. So können auch tropische Pflanzen herangezogen werden - oder Gemüse, das eigentlich im Beet wachsen müsste.

Wie funktioniert eine Growbox?

Je nach den Bedürfnissen der gewählten Pflanze gibt es verschiedene Größen und Modelle, in denen Gärtner eine Growbox günstig kaufen können. Aufgebaut werden die meisten von ihnen mithilfe eines Steckgerüsts, das von einer Folie beziehungsweise einem Zelt abgedeckt wird. Dessen Inneres ist aus stark reflektierendem Material gefertigt, das das Licht optimal in der Box verteilt.

Der wichtigste Teil der Growbox ist sicherlich das Leuchtmittel. Sinnvoll sind zum Beispiel Energiesparlampen, LED-Panels oder Metallhalogendampflampen. Sie werden in eine Fassung eingeschraubt, die sich direkt am Reflektor befindet. Die Beleuchtungsdauer kann mit einer Zeitschaltuhr geregelt werden, da viele Pflanzen einen exakten Rhythmus aus Licht und Dunkelheit benötigen, um richtig zu wachsen.

Weiter beeinflusst werden die Bedingungen in der Growbox zum Beispiel durch ein Thermometer und ein Hygrometer, welche für die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen. Ein Umluftventilator garantiert ein gleichmäßiges Klima in der Box. Zudem gibt es immer einen Abluftventilator, der die verbrauchte Luft durch einen Aktivkohlefilter saugt. Dort wird ihr Geruch neutralisiert, bevor sie aus der Box abgeleitet wird, um Raum für Frischluft zu schaffen.

Von Schnittlauch bis Orchideen: Geeignete Pflanzen für die Growbox

Oft werden Growboxen für den Anbau von Hanf eingesetzt. Tatsächlich sind sie aber für alle möglichen Pflanzen geeignet, darunter auch viel Gemüse. Selbstversorger nutzen Growboxen gern für den Anbau von Tomaten, Radieschen, Schnittlauch oder anderen Gartenkräutern.

Noch besser geeignet ist die Growbox für Pflanzen aus tropischen Gebieten, die zum Beispiel sehr anfällig für Parasiten sind oder empfindlich auf Kälte und Nässe reagieren. Sie sind in unseren Breitengraden oft schwer aufzuziehen, da die Sonneneinstrahlung nicht stark und lang genug ist. Growboxen radieren dieses Problem aus, da das Lichtdefizit mit Hilfe von Zeitschaltuhren und kräftigen Leuchtmitteln ganz einfach ausgeglichen werden kann.

Wichtig bei der Auswahl der Pflanzen ist letztendlich auch die Größe: Viele Growboxen sind nicht größer als zwei Meter. Damit der Topf noch Platz hat und die Pflanze nicht gegen die Lampe stößt, sollten die Pflanzen daher nicht größer werden als 1,50 Meter.

Wie funktioniert das Anbauen in der Growbox?

In eine Growbox werden für gewöhnlich eingetopfte, bereits gekeimte Samen gestellt, genau wie in ein Gewächshaus. Die Auswahl des Growmediums obliegt dem Gärtner selbst. Für Einsteiger eignen sich wohl die altbekannte Erde oder ein Substrat am besten, Fortgeschrittene können sich auch an Hydrokulturen ausprobieren.

Bewässert werden können die Pflanzen selbstverständlich mit einer Gießkanne, genau wie es auch im Gewächshaus, Beet oder Blumentopf funktionieren würde. Viele Gärtner greifen allerdings auch auf automatische Bewässerungssysteme zurück. Ihr Vorteil liegt vor allem in der genauen Kontrolle der Wasserzufuhr, sodass Überwässerungsfolgen wie Schimmel und Wurzelfäule verhindert werden können.

In jedem Falle müssen Pflanzen, die in einer Growbox wachsen, gedüngt werden. Ansonsten fehlen ihnen wichtige Nährstoffe, sie bilden nur sehr kleine Früchte oder Blüten und hören gegebenenfalls sogar ganz auf zu wachsen. Im Idealfall wird das Düngen von Gemüsepflanzen ein bis zwei Wochen vor der Ernte eingestellt, da die Rückstände giftig sind.

Fazit: Wie benutze ich eine Growbox?

Die Growbox ist dazu da, eine Umgebung für Pflanzen zu schaffen, in denen sie sich unabhängig von den äußeren Bedingungen voll entfalten können. Dazu wird zum Beispiel die Beleuchtungsdauer mit einer Zeitschaltuhr und die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer geregelt. Growboxen eignen sich besonders gut für Pflanzen aus tropischen Gebieten, aber auch für Gemüse und Kräuter. Ihre Pflege unterscheidet sich nicht wesentlich vom Anbau außerhalb der Growbox, allerdings sind die Erträge oft deutlich größer.
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