05.02.2021 | 12:48:00 | ID: 29727 | Ressort: Gartenbau | Pflanze

Naturgarten anlegen und pflegen: Ein Leben im Einklang mit der Natur

Stuttgart (agrar-PR) - Ein Naturgarten ist eine schöne Möglichkeit das eigene Leben mit der Tier- und Pflanzenwelt in Einklang zu bringen.
Die Zeiten des symmetrischen und akkuraten Gartens sind vorbei. Die Menschen sehnen sich nun nicht mehr nach einem perfekt gestutzten Kunstrasen und kahlen Steinlandschaften. Stattdessen findet die rohe Wildheit der puren Natur großen Anklang. Um Flora und Fauna in ihrer natürlichen Umgebung zu erkunden, muss man allerdings nicht unbedingt einen Ausflug machen. Naturgärten können dieses Erlebnis in das eigene Zuhause holen und rund ums Jahr Freude bereiten.

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Was gehört in einen Naturgarten?

Ein Naturgarten punktet in erster Linie mit seiner Lebendigkeit: hinter Sträuchern und Büschen verstecken sich Hasen und Mäuse, in den Baumkronen nisten Vögel und Wildblumen sprießen so weit das Auge reicht. Inspirationen ziehen die Hobbygärtner aus der freien Natur und versuchen einen gemeinsamen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen zu kreieren. Für den Aufbau und die Gestaltung des Naturgartens gibt es keine Anleitung und Regeln. Er kann nach den eigenen Wünschen angelegt werden.

Die augenscheinliche Schlichtheit und Natürlichkeit trügt jedoch, denn hinter einem Naturgarten verbirgt sich eine Menge Arbeit. Es gilt die persönlichen Präferenzen - der Garten als Ort des Gemüseanbaus, als Erholungsoase und als Kinderspielplatz beispielsweise - mit den Ansprüchen der Tier- und Pflanzenwelt zu vereinen. Dieses Vorhaben kann sich als komplizierter herausstellen, als man auf den ersten Blick annimmt. Mit ein paar Orientierungshilfen können jedoch alle Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Naturgarten?

Ein Naturgarten kann von Ort zu Ort große Variationen aufweisen. Das hängt vor allem mit der Pflanzenwelt zusammen. Denn ein Naturgarten sollte mit regionalen Pflanzenarten angelegt werden, die den verschiedenen Witterungsbedingungen problemlos standhalten können. Auch auf die heimischen Tiere sollte Rücksicht genommen werden. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn sie sowohl über Rückzugsorte verfügen, als auch ausreichend Nahrungsquellen im Naturgarten finden. Eine bunte Vielfalt aus Wildblumen und Beerengewächsen bietet sich hierfür besonders an.

Um den Naturgarten funktional, aber auch ansehnlich zu gestalten, eignen sich Beete. Diese können aus Stauden oder Trockenmauern bestehen.  Eine weitere Möglichkeit ist, die Abgrenzungen der Beete mit der Hilfe von Ästen zu bewerkstelligen.

Tiere im Naturgarten

Durch die Auswirkungen der Erderwärmungen haben es Tiere heutzutage besonders schwer zu überleben. Der Naturgarten ist eine wunderbare Gelegenheit, um der Natur unter die Arme zu greifen. Vor allem die Insekten werden es sich in den versteckten Winkeln Ihres Gartens gemütlich machen und sich den Bauch mit den köstlichen Pflanzen vollschlagen. Fliegen, Grashüpfer und Käfer stellen natürlich eine tolle Nahrungsquelle für Vögel dar. Vom Spatzen über die Meise bis hin zum Blaukehlchen werden Sie alle möglichen heimischen Vogelarten in Ihrem Naturgarten entdecken.

Darüber hinaus bieten Sie den Tieren mit Ihrem Naturgarten das Futter geradezu auf dem Präsentierteller an. Wenn Sie sich auch dazu entscheiden, Gemüsebeete und Obstbäume in den Garten zu integrieren, werden auch Nagetiere, Igel und andere niedliche Zeitgenossen nicht lange auf sich warten lassen.

Neben den unzähligen Nahrungsquellen ist es allerdings auch wichtig, dass die Tiere einen Zugang zu Wasser haben. Mit der Hilfe eines kleinen Gartenteichs und Vogeltränken kann auch diese Hürde ganz einfach bewältigt werden.

Wie pflegt man einen Naturgarten?

Das A&O der Gartenarbeit liegt im Boden begründet. Ein nährreicher und fruchtbarer Boden beflügelt das Pflanzenwachstum und wird Ihnen viel Arbeit ersparen. Das können Sie auch mit Blumenerde und Pflanzerde auf Palette bewerkstelligen. Achten Sie darauf, dass Sie zum Düngen nicht auf chemische Mittel zurückgreifen, sondern ausschließlich Kompost und andere natürliche Düngemittel verwenden.

Die regionalen Pflanzen brauchen in der Regel nicht viel Pflege. Büsche, Sträucher und Bäume sollten allerdings regelmäßig zurechtgeschnitten werden. Überhäufen Sie Ihren Naturgarten zudem auch nicht mit Pflanzen. Die Gewächse werden mit der Zeit größer werden und immer mehr Raum einnehmen. Sie brauchen dementsprechend ausreichend Platz, um sich zu entfalten. Durch die ineinander verschlungenen Blumen und Pflanzen erhält Ihr Naturgarten auch erst seinen Charme.

Es ist keine Seltenheit, dass Blattläuse oder Schnecken sich in Ihrem Naturgarten heimisch fühlen. Auch wenn Sie viel Wert auf Natürlichkeit legen, bietet es sich trotzdem an, dass Sie sich Hilfe bei Schädlingen suchen. Die Tiere können schließlich Ihre harte Arbeit in nur wenigen Wochen zunichte machen.

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