31.03.2010 | 00:00:00 | ID: 5254 | Ressort: Gartenbau | Pflanze

Rasenpflege: Mit Luft und Licht zum satten Grün

Oldenburg (agrar-PR) - Vertikutierer und Dünger rücken dem Moos zu Leibe Pressemitteilung vom 31.03.2010
Schnee, Eis und Frost haben den meisten Rasenflächen kräftig zugesetzt. Die Folgen sieht man erst jetzt im Frühjahr: Es gibt kahle Stellen in der Grasnarbe, und Moos und Kräuter haben sich breit gemacht. Wer etwas dagegen unternehmen will, sollte bald damit beginnen, denn jetzt ist die optimale Zeit für die Rasenpflege, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Von Ende März bis Mitte April sollte der Rasen vertikutiert werden. Elektrische oder motorbetriebene Vertikutierer leiht der Fachhandel aus. Mit den Geräten wird verfilztes, abgestorbenes Gras aus der Narbe gekämmt. Gleichzeitig wird der Boden belüftet und die Graswurzeln angeschnitten. Luft, Licht und Wurzelschnitt fördern die Bestockung der Gräser und lassen den Rasen in neuer sattgrüner Frische erstrahlen.

Nach dem Vertikutieren freut sich der Rasen über eine Startdüngung. Der exakte Bedarf an Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalk lässt sich über die Analyse einer Bodenprobe ermitteln. Wer diese bei der LUFA, Jägerstr. 23-27 in 26121 Oldenburg einsendet, erhält für 30,65 Euro zzgl. MwSt. die Ergebnisse inklusive einer verständlichen Düngeempfehlung.

Am besten wird kurz vor einem Regenschauer gedüngt. So lösen sich die Körner schnell auf und die Nährstoffe stehen den Gräsern schon nach kurzer Zeit zur Verfügung. Spezielle Langzeitdünger sind für den Rasen besonders zu empfehlen, denn sie lassen die Nährstoffe nur langsam fließen und versorgen die Pflanzen über mehrere Monate optimal.

Ein dichter, kräftiger Rasen und regelmäßige Kalkgaben alle zwei bis drei Jahre drängen das Moos zurück. Es hat zwischen den dicht stehenden Grashalmen und einem nicht zu sauren Boden keine Chance. Auch siedeln sich im Sommer hier kaum Ameisen an, denn diese bevorzugen den sandigen, offenen Boden mit wenig Grasbewuchs.

Zweikeimblättrige Kräuter wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee oder Ehrenpreis können im Rasen nur mit Herbiziden entfernt werden. Zugelassene Pflanzenschutzmittel für den Hausgarten sind im Fachhandel erhältlich. Bevor sie eingesetzt werden, sollte genau überlegt werden, ob ihr Einsatz sinnvoll ist. Kräuter im Rasen erhöhen die Vielfalt im Garten und haben eine positive ökologische Wirkung.

Wem diese Arbeiten zu lästig sind, der kann einen Gärtner mit der kompletten Rasenpflege inklusive Düngung und Abtransport des anfallenden Vertikutiergutes beauftragen. Wer dagegen nur Fragen hat, ist beim Expertentelefon der Niedersächsischen Gartenakademie gut aufgehoben. Immer montags und freitags von 9 bis 12 Uhr beraten Fachleute unter der Telefonnummer
04403 9838-11 kostenlos.
Pressekontakt
Herr Walter Hollweg
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E-Mail: walter.hollweg@lwk-niedersachsen.de
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