14.04.2016 | 18:00:00 | ID: 22169 | Ressort: Gartenbau | Produkte

Landwirtschaftsministerin Hinz eröffnet die Spargelsaison 2016

Weiterstadt (agrar-PR) -

„Der Spargel ist ein Sinnbild für regionales und saisonales Gemüse. Vollkommen zu Recht warten die Verbraucherinnen und Verbraucher voller Vorfreude auf den Beginn der Spargelsaison, vielleicht gerade deshalb, weil der heimische Spargel eben nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr verfügbar ist. Daher freue ich mich, heute die hessische Spargelsaison zu eröffnen“, erklärte Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz auf dem Spargelhof Mager in Weiterstadt-Gräfenhausen.

Mit aktuell rund 2.142 Hektar liegen etwa acht Prozent der deutschen Spargelanbaufläche in Hessen. Im vergangenen Jahr wurden in Hessen über 10.000 Tonnen Spargel geerntet. Erfreut zeigte sich Ministerin Hinz über die deutliche Zunahme im Bereich des Anbaus von Bio-Spargel. 2015 wurden auf 54 Hektar etwa 267 Tonnen Bio-Spargel geerntet. Die ökologische Anbaufläche von Spargel in Hessen ist damit 8,5-mal so hoch wie 2014, damals waren 6,1 Hektar in Ertrag. Der deutliche Anstieg gegenüber 2014 erklärt sich damit, dass Neuanlagen in den Ertrag kommen. „Diese Entwicklung finde ich besonders erfreulich. Dies ist zudem ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die Landwirte auf die starke Nachfrage nach Bio-Spargel reagieren. Allerdings ist die Nachfrage immer noch größer als das Angebot. Ich bin davon überzeugt, dass hier noch ein weiteres Potenzial zum Ausbau der Bio-Anbaufläche besteht“, betonte die Ministerin.

2016 beginnt die Spargelsaison durch die wechselnden und eher verhaltenen Temperaturen im Frühjahr etwa Mitte April. „Dies zeigt, dass wir bei der Produktion unserer Lebensmittel weiterhin auf die Witterung und nicht auf den Kalender angewiesen sind“, so Hinz. Auch ging sie darauf ein, dass die Spargelernte eine reine Handarbeit ist und dass dies auch ein Grund dafür sei, warum Spargel seinen Preis hat. „Wir alle sind als Konsumenten gefordert, kritisch über den Zusammenhang zwischen niedrigen Preisen im Handel und den Produktionsbedingungen nachzudenken. Gegebenenfalls sollten wir leicht steigende Preise akzeptieren, um auch in Zukunft die Produktion unserer Lebensmittel bei uns in der Region zu ermöglichen“, machte Hinz deutlich. Sie zeigte sich aber auch überzeugt, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher das nahezu flächendeckende Angebot, Spargel bei den Erzeugern zu kaufen, gerne nutzen, weil sie die Qualität des hessischen Spargels überzeuge und sie den Produzenten vertrauten. 

Die Ministerin verwies weiterhin auf das Engagement der Hessischen Landesregierung im Bereich der Landwirtschaft. So ist die Förderung der regionalen Produktion erklärtes Ziel der Landesregierung. Zudem würden die Landwirte aktiv durch Beratungsangebote des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen unterstützt und auch die Hochschule Geisenheim leiste ihren Beitrag mit der wissenschaftlichen Forschung. Auch verwies Priska Hinz auf gezielte Projekte ihres Hauses, um die Vereinbarkeit von Gemüseproduktion und Gewässerschutz zu gewährleisten. „Südhessen liefert das Trinkwasser für Millionen von Menschen, gleichzeitig ist es das Haupt-Spargelanbaugebiet Hessens. Bundesweit ist es eine Besonderheit, dass sich Gemüseanbau und Trinkwassergewinnung räumlich im wahrsten Sinne überlagern. Damit dies auch weiterhin problemlos möglich ist, fördert das Hessische Landwirtschaftsministerium Forschungen auf diesem Gebiet“, so Priska Hinz abschließend. (umwelt-hessen)

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