11.09.2012 | 12:40:00 | ID: 13558 | Ressort: Gartenbau | Produkte

Obstproduktion in M-V ist Vorreiter für kontrollierte integrierte Produktionsweise

Schwerin (agrar-PR) - "Die Obstproduktion in unserem Bundesland basiert seit 20 Jahren auf den Grundsätzen der kontrollierten-integrierten Produktion und gilt somit als Vorreiter dieser Produktionsweise für die gesamte Landwirtschaft."
"Dank des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts und der zunehmenden Sensibilisierung der Landwirte und Verbraucher haben wir heute in Mecklenburg-Vorpommern einen hohen Produktionsstandard im Hinblick auf die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Obst- und Gemüseerzeugnissen erreicht", sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Rostock anlässlich der offiziellen Eröffnung der Apfelsaison Mecklenburg-Vorpommern.Das Landwirtschaftsministerium in M-V fördert die umweltschonende Produktion von Obst und Gemüse im Rahmen seiner Agrarumweltprogramme.

Für die Förderung der kontrollierten-integrierten Obst- und Gemüseproduktion wurden 2011 rund 700.000 Euro Fördermittel an die teilnehmenden 17 Betriebe ausgezahlt. Aufgrund der Ernteausfälle im vergangenen Jahr hat das Landwirtschaftsministerium auch in diesem Jahr die Auszahlung der Beihilfen auf den 31. August vorgezogen.

"Besonders im Kindesalter ist eine gesunde Ernährung für ein starkes Immunsystem und die physiologische Entwicklung so wichtig. Diese Überlegung war ein ausschlaggebender Punkt, warum wir uns 2009 entschieden haben, ein eigenes Schulobstprogramm in Mecklenburg-Vorpommern ins Leben zu rufen, um somit bereits im Kindesalter das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu schärfen", sagte der Minister.

Für das gesamte Programm stehen für drei Schuljahre bis 2013 insgesamt 482.900 Euro an Landesmitteln zur Verfügung. Insgesamt besteht das Schulobstprogramm aus drei Teilprojekten. Dazu gehören:

• die Durchführung des aid-Ernährungsführerscheins und Klassenstufe 3,

• die Bereitstellung einer "Apfelkiste" für die Grund- und Förderschulen des Landes und

• die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen durch Schullandheime in M-V unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler, die sich in den Schullandheimen aufhalten.

"Die "Apfelkiste" als Teilprojekt des Landesschulobstprogramms ermöglicht die Versorgung der teilnehmenden Schulen mit frischen Äpfeln. Jede Schule erhält mehrmals im Monat leckere Äpfel für alle Schülerinnen und Schüler. Insgesamt erhalten 31.206 Schüler in 224 Grund- und Förderschulen einmal pro Woche einen Apfel im Rahmen des Projektes", so Minister Backhaus. Das sind insgesamt etwa 3.906 Kilogramm Äpfel pro Woche. Für das Schuljahr 2012/13 haben sich 37 Schulen neu angemeldet.

Hintergrund: In Mecklenburg-Vorpommern ist der Apfel die dominierende Obstart. Insgesamt beträgt die Apfelanbaufläche in M-V über 1.500 Hektar. Diese wird von rund 35 Obstbaubetrieben bewirtschaftet.

In unserer gemäßigten Klimazone ist der Apfel die beliebteste Obstart, weltweit rangiert er mit insgesamt 70 Millionen Tonnen hinter Bananen und Zitrusfrüchten an vierter Stelle. Pro Kopf werden in Deutschland durchschnittlich 18 Kilogramm Äpfel pro Jahr verzehrt.

Deutschland ist derzeit sogar "Fruchtsaftweltmeister" mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von durchschnittlich 35,1 Litern pro Jahr. Apfelsaft wird dabei mit 12,9 Litern am häufigsten konsumiert. Gerade im Bereich der Mostobstproduktion sind die Obstbauern in M-V Spitzenreiter. Etwa 87 Prozent der geernteten Äpfel gehen in die Verarbeitung zu Säften, Apfelmus bzw. Kindernahrung. (PD)
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