22.11.2022 | 15:22:00 | ID: 34676 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Agrar- und Fischereirat tagt in Brüssel

Berlin (agrar-PR) - Mitgliedstaaten beraten über Waldpolitik, Düngemittelmärkte und umweltgerechte Landwirtschaft
Im Mittelpunkt der Tagung des Agrar- und Fischereirats am Montag in Brüssel stand die EU-Waldstrategie. Des Weiteren wurde im Rat für Landwirtschaft und Fischerei unter anderem über die Entwicklung des Düngemittelmarktes, sowie über landwirtschaftliche Aspekte des Verordnungsvorschlags der Kommission zur Wiederherstellung der Natur beraten.

Die Mitgliedstaaten tauschten sich aus, wie die EU-Waldstrategiestrategie künftig effizienter auf nationaler und auf EU-Ebene umgesetzt werden kann. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) begrüßt die von der EU-Kommission vorgestellten laufenden und geplanten Aktivitäten zur Umsetzung der EU-Waldstrategie 2030 als wichtigen Baustein zur Zielerreichung des Green-Deals. Das BMEL setzt sich für eine engere europäische Wald-Zusammenarbeit ein. Gleichzeitig muss die Zuständigkeit für Forstpolitik aufgrund des reichhaltigen Wissens und der praktischen Erfahrungen bei den Mitgliedstaaten bleiben. Das Subsidiaritätsprinzip und eine engere Zusammenarbeit schließen einander nicht aus. Das BMEL begrüßt zudem die Einsetzung einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Ständigen Forstausschusses, um die Verordnung zur Waldüberwachung und den nationalen Wald-Strategieplänen voranzubringen.

Darüber hinaus beriet der Rat über die aktuelle Lage an den Düngemittelmärkten. Die, aufgrund der hohen Energiepreise und der Handelsbeschränkungen mit Russland, gestiegenen Preise für Dünger stellen eine große Herausforderung für die Agrar- und Ernährungswirtschaft und für die globale Ernährungssicherung dar. Deutschland hat daher im Rat eine Initiative Spaniens unterstützt, in der die EU-Kommission aufgefordert wird, Maßnahmen im Bereich der Erzeugung und Versorgung bei Düngemitteln aufzuzeigen. Dazu zählen insbesondere alternative Nährstoffquellen, die Förderung des Einsatzes neuer Technologien und der Übergang zu umweltfreundlicherem Düngen sowie die Verbesserung der Markttransparenz auf dem Düngemittelmarkt. Die Versorgung mit Düngemitteln muss vermehrt auf einem nachhaltigen kreislaufbasierten System aufbauen, das dabei hilft, Abhängigkeiten zu verringern.

Schließlich erörterte der Rat landwirtschaftliche Aspekte des Vorschlags der Kommission für eine Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Deutschland unterstützt den Verordnungsvorschlag. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag, dem fortschreitenden Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken. Eine vielfältige Natur ist zudem Grundlage für mehr Resilienz in der Landwirtschaft, das sichert künftige Erträge. Klärungsbedarf besteht aus deutscher Sicht in den kommenden Verhandlungen unter anderem bei den von der Kommission vorgeschlagenen Indikatoren in der Agrarlandschaft und im Wald.
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Herr Mathia Paul
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