23.04.2009 | 00:00:00 | ID: 358 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Aigner besuchte Milchviehbetriebe in Brandenburg

Berlin (agrar-PR) - Sonnleitner fordert Maßnahmenpaket für Marktstabilisierung
„Wir brauchen schleunigst Strategien, um die dramatische Situation auf den Milchviehbetrieben zu lösen. Hier ist die Politik gefordert, uns mit konkreten Schritten aus der direkten Not zu helfen.“ Dies sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, gegenüber Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner während einer gemeinsamen Betriebsbesichtigung in Brandenburg. Aigner besuchte gemeinsam mit Sonnleitner und DBV-Milchpräsident Udo Folgart zwei Betriebe in Luckau sowie in Reichen­walde, um sich über die wirtschaftliche Situation auf den deutschen Milchviehbetrieben zu informieren.
 
Angesichts des drastischen Verfalls der Milchpreise hat Sonnleitner die Bundesregierung dazu aufgefordert, endlich auch den Bauern mit einem 3. Konjunkturpaket zu helfen. Bislang seien die Bauern nicht bedacht worden. „Aber auch wir leiden enorm unter der Finanz- und Wirtschaftskrise, attraktive Märkte im Export sind weggebrochen, weil dort die Kaufkraft weggefallen ist, und dies schlägt auch auf uns voll durch“, hob Sonnleitner hervor. Wichtig sei eine Kostenentlastung für die Betriebe und Hilfen bei der Liquidität. Es müsste die Steuer für Agrardiesel wegfallen und der für Ende des Jahres vorgesehene Auszahlungstermin der EU-Direktzahlungen vorgezogen werden. In diesem Zusammenhang lobte Sonnleitner Ministerin Aigner, die der Forderung des Bauernverbandes nachgekommen sei und prüfen werde, ob diese Gelder bereits zur Jahresmitte bereitgestellt werden könnten.
 
Sonnleitner machte gegenüber Ministerin Aigner deutlich, dass bei dem für nächste Woche angesetzten „Runden Tisch“ zur Entwicklung der Lebensmittelmärkte konkrete Ergebnisse herauskommen müssten. „Lippenbekenntnisse wie beim Treffen im Sommer 2008 reichen nicht aus“, sagte Sonnleitner. Er betonte, dass die von Molkereien gezahlten Erzeugerpreise bei Weitem nicht mehr die Kosten decken würden. „Bei 20 Cent kann weder ein großer noch ein kleiner Betrieb überleben, auch nicht der Tüchtigste.“ Nach Einschätzung Sonnleitners halten die Betriebe die dramatische Situation wirtschaftlich nicht mehr lange aus „weil es wirklich bereits an die Substanz geht“.
Pressekontakt
Herr Dr. Axel Finkenwirth
Telefon: 030 / 31904240
E-Mail: a.finkenwirth@bauernverband.net
Pressemeldung Download: 
Deutscher Bauernverband
Deutscher Bauernverband
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Deutschland
Telefon:  +49  030  319040
Fax:  +49  030  31904431
Web:  www.bauernverband.de
>>>  Pressefach


© proplanta 2006-2022. Alle Rechte vorbehalten.