05.03.2020 | 19:35:00 | ID: 28473 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Becht: Familienbetriebe in Landwirtschaft erhalten

Mainz (agrar-PR) - Verlässliche Rahmenbedingungen und stabile Fördermittel sind eine wesentliche Grundlage für den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe. Das hat Landwirtschaftsstaatssekretär Andy Becht auf der Jahreskreisversammlung des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. der Kreisverbände Südliche Weinstraße und Germersheim in Neupotz gesagt. Zugleich kritisierte er die Überlegungen des Bundes für ein neues Weingesetz.

„Der Kernpunkt unserer Agrarpolitik in Rheinland-Pfalz ist die Erhaltung unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Dazu gehört, die Einkommenssituation in der Landwirtschaft zu verbessern, die Produktion ökologisch und ökonomisch nachhaltiger zu gestalten und den Betrieben Planungssicherheit zu geben. Verlässliche Rahmenbedingungen und Stabilität bei den Fördermitteln sind dafür eine wesentliche Grundlage“, sagte Andy Becht auf der Jahreskreisversammlung des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. der Kreisverbände Südliche Weinstraße und Germersheim in Neupotz.

Neben der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf europäischer Ebene, sei es ebenso wichtig, nachhaltige Strategien im Land zu entwickeln. Dabei sei es der Landesregierung wichtig, die Betroffenen intensiv einzubeziehen – anders als dies im Bund des Öfteren geschehe.

„Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat bei der erneuten Novellierung der Düngeverordnung, dem Pflanzenschutz, dem Insekten- und dem Klimaschutzprogramm die Landwirtschaft und die Länder vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisierte Becht und verwies auf den Agrargipfel und den darauf aufbauenden Agrarrat in Rheinland-Pfalz. „Es ist uns in Rheinland-Pfalz enorm wichtig, stets in gutem Austausch mit der Branche zu sein“, so Becht.

Scharfe Kritik übte Becht an der novellierten Düngeverordnung des Bundes. „Ich halte bedarfsgerechte Düngung und Pflanzenschutz im notwendigen Umfang weiterhin für erforderlich, um eine regionale Versorgung unserer Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen!“, sagte Becht. Er verwies darauf, dass im Land derzeit eine Modellierung erarbeitet werde, die aufgrund von hydrogeologischen Daten und Nährstoffbilanzen für ganz Rheinland-Pfalz einen mehr verursacherbezogenen Ansatz biete. „Damit ist es möglich, eine stark differenzierte Gebietsausweisung vorzunehmen“, sagte Becht.

„Wenig vielversprechend“ sieht der Staatssekretär auch die Überlegungen auf Bundesebene für ein neues Weingesetz. „Wir brauchen eine einfache, verständliche und damit bessere Kommunikation gegenüber dem Verbraucher, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Weine auf dem nationalen Markt wie auch international zu stärken.“ Die dreistufige Pyramide von Anbaugebiet über Gemeindeebene bis zur Einzellage sei ein für Erzeuger und Verbraucher leicht verständliches System. Dafür setze sich die Landesregierung beim Bundeslandwirtschaftsministerium ein.
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