24.11.2022 | 16:07:00 | ID: 34707 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Der Wolf ist nicht der heilige Gral Europas!

Straßburg (agrar-PR) - Das Europäische Parlament hat am Mittwochabend über eine Änderung des Schutzstatus von Wölfen in Europa debattiert. Heute nahm das Parlament die Entschließung an. Hierzu erklärt die CSU-Agrarpolitikerin, Marlene Mortler:
„Seit fast einem Jahr haben EVP-Fraktion und CDU/CSU dafür gekämpft, endlich eine Debatte auf europäischer Ebene zum Schutzstatus des Wolfes zu führen. Nach langem Widerstand einer linken Mehrheit haben wir das Thema diese Woche endlich im Plenum platzieren können. Dazu hat das Parlament eine Entschließung verabschiedet, die dazu beitragen soll, die Lage besser in den Griff zu bekommen.

Denn wenn die Wolfspopulation jedes Jahr um 30 Prozent zunimmt, dann muss sich auch der Schutzstatus anpassen. Die Resolution ist ein erster wichtiger Schritt. Wenn das Miteinander von Wolf und Weidetier weiter aus dem Ruder läuft, dürfen wir diese Realität nicht ausblenden.

Immer mehr auffällige Wölfe reißen immer mehr Weidetiere. Weidetierschutz kann man nicht alleine mit Geld beantworten. So groß kann das Füllhorn der EU-Kommission nie sein, wenn der Status Quo so eindeutig beschworen wird. Die Aussagen des nicht-zuständigen Kommissars Janez Lenarčič in der Debatte waren jedenfalls teilweise unterirdisch.

Heute haben wir als Parlament die notwendigen Voraussetzungen für Weideschutz geschaffen, wo Herdenschutzmaßnahmen nicht ausreichen.

Der Umgang mit dem Wolf soll in den Mitgliedsstaaten, Regionen und insbesondere den ländlichen Räumen erleichtert werden. Unsere europäischen Weidebetriebe brauchen endlich langfristige Maßnahmen. Dauerhafte und angemessene Entschädigung für die Landwirte für Präventionsmaßnahmen und getötete Tiere sind unabdingbar, um das Miteinander von Wolf und Weidetier zu sichern. Konkrete Lösungen für die vielfältigen Zielkonflikte müssen auf den Tisch, um den Schutz der Menschen und der bäuerlichen Landwirtschaft zu gewährleisten!"

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