10.04.2015 | 17:50:00 | ID: 20131 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Fränkischer Grünkern jetzt europaweit geschützt

München (agrar-PR) - Der Fränkische Grünkern ist ab sofort europaweit geschützt.
Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, hat die EU-Kommission die geschützte Ursprungsbezeichnung „Fränkischer Grünkern“ in das europäische Herkunftsregister aufgenommen.

„Mit dem Schutz dieses kulinarischen Kulturguts wird auch das lokale Wissen und die jahrhundertealte Tradition in der Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung der Bauern aus der unterfränkischen Region gewürdigt“, sagte Brunner.

Fränkischer Grünkern ist das unreif geerntete und über Buchenfeuer getrocknete Korn des Dinkels. Er schmeckt herzhaft nussig, hat einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Eiweiß und Eisen und eignet sich damit besonders für eine ausgewogene vegetarische oder vegane Ernährung.

Für die Erzeugung darf ausschließlich Dinkel der Sorte „Bauländer Spelz“ verwendet werden. Der gesamte Herstellungsprozess muss außerdem im abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen, das die beiden Landkreise Miltenberg und Würzburg sowie drei angrenzende Landkreise in Baden-Württemberg umfasst.

Der Fränkische Grünkern ist bereits die 28. bayerische Spezialität, die diesen Schutz genießt. Damit ist über ein Drittel aller geschützten regionaltypischen Spezialitäten Deutschlands in Bayern zuhause. Dazu zählen neben dem Fränkischen Grünkern auch Bayerisches Bier, Nürnberger Rostbratwürste oder Fränkischer Spargel. Sie alle verfügen laut Brunner über einen hervorragenden Ruf, eine lange Tradition und sind eng mit der jeweiligen Herkunftsregion verbunden. Durch die Eintragung schütze man die bayerischen Originale vor Nachahmung und Rufausnutzung.

„Sie ist zudem eine große Anerkennung und ein Imagefaktor“, so der Minister. Weitere acht Spezialitäten aus Bayern befinden sich im Antragsverfahren. Ausführliche Informationen zum Fränkischen Grünkern, zu weiteren 250 regionaltypischen Spezialitäten aus Bayern sowie zum EU-Herkunftsschutz sind unter www.spezialitaetenland-bayern.de zu finden. (stmelf)
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