16.04.2009 | 00:00:00 | ID: 323 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern

Gräfelfing (agrar-PR) - Wichtiger Etappensieg für Umwelt, Bauern und Verbraucher
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verkündete heute das Anbauverbot für den Genmais MON 810 mit der Begründung, „dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt“. Naturland begrüßt die zukunftsweisende Entscheidung als richtigen Schritt in eine nachhaltige, ökologisch orientierte Landwirtschaft in Deutschland. Wissenschaftliche Studien, die das Risiko des Anbaus belegen sowie der massive Protest der Verbraucher in Einheit mit den Landwirten und Verarbeitern führten zu dieser Entscheidung. Nach Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland, Polen und Luxemburg wird es auch in Deutschland bis auf Weiteres keinen kommerziellen Anbau des Gen-Maises geben. „Jetzt muss das Anbau-Verbot auf weitere Länder ausgedehnt werden und neue Gen-Maissorten wie Bt11 und 1507 dürfen keine EU-weite Zulassung erhalten“, forderte Hans Hohenester, Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender heute in München.

Risiken nicht geklärt

Nach einer aktuellen Kurzstudie, die der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und das online Netzwerk campact Anfang April vorlegten, gibt es bei dem Anbau vom Gen-Mais neue, konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen, von nützlichen Insekten und der Ökologie von Gewässern. Auch der Zusammenhang zwischen der Auslösung von Immunkrankheiten und dem Anbau von Gen-Mais muss nach der Studie dringend geklärt werden.

Verbraucher und Landwirte wollen keine Agro-Gentechnik
Über 70 Prozent der Verbraucher und die Mehrheit der Landwirte, die ökologisch und konventionell ihre Felder bewirtschaften, wollen keine Agro-Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller. Mit der heutigen Entscheidung von Landwirtschaftsministerin Aigner sehen sie sich in ihrem Einsatz für Umwelt und Gesundheit bestätigt. „Allen Politikern, die im Superwahljahr für die Landtage, den Bundestag und das Europaparlament kandidieren, muss klar sein, dass ihre Wahl auch von einer klaren Absage zur Agro-Gentechnik abhängt“, erklärt Hans Hohenester mit Blick auf die Langfristigkeit der heutigen Entscheidung.
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Naturland  - Verband für ökologischen Landbau e.V.
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