24.04.2020 | 13:09:00 | ID: 28723 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Mit Alkohol aus der Landwirtschaft Desinfektionsmittel herstellen – Wissing begrüßt Kooperation

Mainz (agrar-PR) - Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing begrüßt die Kooperation der CropEnergies AG mit der Chemischen Fabrik Dr. Stöcker aus Pfaffen-Schwabenheim. Dort werden mithilfe von Alkohol aus der Landwirtschaft Desinfektionsmittel hergestellt. Das Wirtschaftsministerium hatte den Kontakt hergestellt. Übliche Alkohole zur Herstellung sind derzeit knapp.
Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing begrüßt die Kooperation der CropEnergies AG mit der Chemischen Fabrik Dr. Stöcker aus Pfaffen-Schwabenheim. Dort werden mithilfe von Alkohol aus der Landwirtschaft Desinfektionsmittel hergestellt. Das Wirtschaftsministerium hatte den Kontakt hergestellt. Übliche Alkohole zur Herstellung sind derzeit knapp.

„Es ist beeindruckend, wie schnell und flexibel unsere Unternehmen in der aktuellen Situation reagieren und zusammenarbeiten. Das zeugt auch vom Innovationsgeist der Betriebe“, sagte Wissing. „Unternehmen erweitern ihre Produktion, gehen neue Kooperationen ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Krise gemeinsam zu bewältigen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Sie schlagen in der jetzigen Situation auch durchaus unkonventionelle Produktionswege ein. Das ist wichtig und richtig, gerade um dringend benötigte Produkte wie Schutzmittel herzustellen“, so Wissing. Die Nachfrage nach Desinfektionsmittel werde auch in Zukunft hoch bleiben. Nicht nur der Gesundheitsbereich, auch der Einzelhandel, Supermärkte oder das Handwerk müssten stärker auf Hygiene in ihren Betrieben achten.

Der Minister begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Kooperation der zur Südzucker gehörenden CropEnergies AG aus Mannheim mit der Chemischen Fabrik Dr. Stöcker aus Pfaffen-Schwabenheim im Landkreis Bad Kreuznach.

Das Wirtschaftsministerium hatte den Kontakt zwischen den Unternehmen hergestellt, weil Dr. Stöcker nicht ausreichend Ethanol zur Steigerung seiner Produktionskapazitäten zur Verfügung hatte. Das Angebot von CropEnergies, Ethanol aus Agrarprodukten zu liefern, kam daher zur rechten Zeit. Über 250 Tonnen wurden bereits per Tank-Lkw geliefert. Dr. Stöcker konnte die Produktion von Desinfektionsmitteln von 30.000 auf über 45.000 Liter pro Tag steigern.

„Als Ministerium, das sowohl für die chemische Industrie wie auch für die Landwirtschaft zuständig ist, konnten wir den Kontakt vermitteln und einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sich neue Partner gefunden haben und neue Lieferverbindungen entstanden sind“, so Wissing

„Sämtliche Einzelkomponenten sowohl für die Rezeptur als auch für die gesamte Verpackungsthematik „just in time“ zusammenzuführen, darin besteht in der momentanen Situation die größte Herausforderung. Dies ist nur durch Teamleistung und Flexibilität möglich - eine der Stärken von Dr. Stöcker, die - durch die vom Wirtschaftsministerium vermittelte Zusammenarbeit mit CropEnergies - ausgebaut werden konnte“, so Benjamin Gozdowski, der für Produktion und Logistik zuständige Geschäftsführer bei Dr. Stöcker.

Die Mannheimer CropEnergies ist fest in der europäischen Landwirtschaft verwurzelt und stellt täglich rund eine Million Liter reinen Alkohol aus landwirtschaftlicher Biomasse für verschiedenste Zwecke her. „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Dr. Stöcker und der Unterstützung der Landesregierung einen Beitrag leisten können, um die Versorgungslücke bei Desinfektionsmitteln auch in Rheinland-Pfalz zu schließen,“ sagt Joachim Lutz, CEO der CropEnergies AG, und fährt fort: „Gerade jetzt, da über erste Lockerungen der Distanzregelungen nachgedacht wird, ist die sichere Versorgung mit Desinfektionsmitteln entscheidend.“

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Herr Joachim Winkler
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