28.09.2021 | 11:26:00 | ID: 31036 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Niedersachsen bei der Agrarministerkonferenz in Dresden

Hannover/Dresden (agrar-PR) - Niedersachsen hat während der nächsten Agrarministerkonferenz (AMK) besonders die Tierhalter im Blick. Zum einen geht es um die Situation am Schweinemarkt. Zum anderen plädiert das Land für die Einführung zusätzlicher Öko-Regelungen für Milchviehbetriebe bei der nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Damit sollen intensiv wirtschaftende Grünlandbetriebe unterstützt werden.

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast wird während der AMK in Dresden (ab 30.9.) einen entsprechenden Antrag einbringen. Dabei stützt sich Niedersachsen auf die Zustimmung aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Länder hatten sich während einer von Ministerin Otte-Kinast initiierten Videokonferenz auf die Antragsinhalte für die AMK geeinigt. „Den Grünlandbetrieben wird es kaum möglich sein, von den geplanten Öko-Regelungen zu profitieren. Sie verlieren damit Direktzahlungen. Das erzeugt eine Unwucht, die wir so nicht hinnehmen können, zumal den Betrieben auf reinen Grünlandstandorten die Alternativen fehlen", erklärte Ministerin Barbara Otte-Kinast.

In dem Vier-Länder-Antrag wird unter anderem vorgeschlagen, eine nachhaltige Bewirtschaftung des Dauergrünland zu entlohnen und andererseits den gesellschaftlich gewollten Weidegang von Milchkühen besonders zu berücksichtigen.

Die Situation am Schweinemarkt ist weiterhin dramatisch. Auch dafür hat Niedersachsen einen AMK-Beschluss formuliert, um Strukturbrüche zu verhindern. Darin wird für den engen Schulterschluss aller Marktpartner geworben. Die heimische Schweinefleischerzeugung soll mit der „5D-Strategie" erhalten werden: Von der Geburt bis zum Fleischtresen qualitativ hochwertige Ware nach hohen Standards aus Deutschland. „Es gilt mehr denn je, die Empfehlungen aus dem Borchert-Papier umzusetzen, damit umgebaut werden kann, was am Ende zu einer höheren gesellschaftlichen Akzeptanz der Tierhaltung führen wird", betonte Otte-Kinast.

Aber auch die Öffnung der Preismaske nach unten, oder die Überarbeitung von Vertragsmodellen, die nachteilig für unsere Erzeuger sind, sind Bestandteile des Beschlussvorschlages, wie auch die Überprüfung der neuen Umsatzsteuerregelungen.

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