26.03.2014 | 18:35:00 | ID: 17377 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Reinholz: „Ländliche Entwicklung braucht Strategien über die Ressortgrenzen hinweg“

Erfurt (agrar-PR) -

Thüringens Agrar- und Umweltminister Jürgen Reinholz fordert mehr ressortübergreifendes Denken für die Entwicklung des ländlichen Raums im Freistaat. „Hier geht es immerhin um die Zukunft von rund 80 Prozent aller Thüringerinnen und Thüringer. Auch in Zeiten des demographischen Wandels können wir mit abgestimmten Strategien und engagierten Bürgern lebenswerte Dörfer und Kleinstädte erhalten“ sagte Reinholz heute anlässlich der 4. Bürgermeisterkonferenz in Saalfeld.

„Es ist unser Ziel, die ländlichen Regionen als Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken und ihre Attraktivität als Natur-, Kultur- und Erholungsraum weiter zu entwickeln“, sagte der Umweltminister. Reinholz sieht drei wesentliche Handlungsfelder, in denen die ländliche Entwicklung gestaltet werden muss: Wirtschaft und Arbeit, Umwelt sowie die technische und soziale Infrastruktur der Kommunen.

Die Wirtschaftskraft typisch ländlicher Branchen soll weiter gestärkt und neue Einkommensquellen sollen erschlossen werden, um Arbeitsplätze und damit die Menschen auf dem Land zu halten. Umweltaspekte wie Hochwasserschutz oder der Erhalt der biologischen Vielfalt müssen integraler Bestandteil aller Entwicklungsvorhaben sein.

Beim Thema Infrastruktur setzt der Minister auf die interkommunale Zusammenarbeit und neue Modelle der Grundversorgung, beispielsweise mit Ärzten, Geschäften oder sozialen Einrichtungen. „Vom Gedanken, dass wir alles immer und überall haben können, müssen wir uns bei sinkenden Einwohnerzahlen allerdings verabschieden“, sagte Reinholz.

Allein im vergangenen Jahr hat das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz die originär ländliche Entwicklung im Freistaat mit mehr als 40 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln gefördert. Das Geld floss unter anderem in die Dorferneuerung, die Flurneuordnung und den ländlichen Tourismus. Hinzu kamen unter anderem Agrarförderungen in dreistelliger Millionenhöhe, von denen die ländliche Wirtschaft profitiert, Unterstützung für die Forstwirtschaft oder Naturschutzprojekte. (tmlfun)

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