18.02.2014 | 17:35:00 | ID: 17103 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Urban Gardening: Grüne regen Pflanzung von Obstbäumen in Berlin an

Berlin (agrar-PR) - Angepflanzte Bäume sollten auch Früchte tragen, die essbar sind: diesen Antrag stellten die Grünen im Berliner Stadtbezirk Pankow. Gemeinsam soll nun ein neues Konzept entwickelt werden, um diese Idee zu verwirklichen.
"Essbarer Bezirk Pankow"

Wenn in der Zukunft neue Bäume und Sträucher im Stadtbezirk Pankow in Berlin gepflanzt werden, sollten die Früchte zum Verzehr geeignet sein. Dies soll für Parks und weitere Grünanlagen des Bezirks gelten.

In der Bezirksverordnetenversammlung wurde dieser Antrag von den Grünen gestellt. Unter dem Motto "Essbarer Bezirk Pankow " soll das Projekt nun angegangen werden. Die Bezirksverordnetenversammlung, Fachverbände, Bürger und weitere Initiativen sollen ein entsprechendes Konzept für den Stadtbezirk entwickeln, so die Forderung der Grünen.

Zunächst soll das Bezirksamt einen öffentlichen Workshop veranstalten. Dazu ist es nötig, dass Fachleute und Bürger aus Verbänden daran teilnehmen. Auch könnten andere Initiativen wie z. B. Mundraub.org oder Freiobst Pankow an dem Projekt teilnehmen.

In gemeinsamer Runde soll besprochen werden, welche Grünanlagen, Spielplätze und sogar Schulhöfe für die Anpflanzung der Bäume und Sträucher geeignet wären. Darüber hinaus sollten weitere Aspekte wie Kosten, Vandalismus und die Bürgerbeteiligung in gemeinsamer Runde zur Sprache kommen.

Apfelbäume mit Lerneffekt

Mit Sicherheit ist die Idee der Fraktion zunächst ungewöhnlich. Doch es gibt bereits einige Kommunen, welche die Idee der Grünen umsetzen. Elisa Pfenning von der Fraktion erklärt, dass es die Stadt Adernach bereits vorgemacht habe. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg habe die Idee Anfang 2013 bereits aufgegriffen, sodass die Umsetzung bereits im vollen Gange sei. Nun soll auch die Idee im Stadtbezirk Pankow essbare Früchte tragen.

Elisa Pfenning denkt bereits weiter voraus. Sie träumt davon, wie schön es denn wäre, wenn Bürger vor die Haustür gehen und sich einfach einen Apfel von einem neu angepflanzten Baum pflücken könnten. Auch gäbe es einen großen Lerneffekt für die Kinder. Sie könnten mit eigenen Augen beobachten, wie verschiedene Apfelsorten auf Bäumen wachsen und auf natürliche Weise heranreifen.

Bereits seit einigen Jahren sind verschiedene Initiativen darum bemüht, sich für für den Nahrungsmittelanbau in Städten einzusetzen. "Urban Gardening" oder "Urban Farming" sind nur zwei Beispiele und bringen viele Vorteile. Die Qualität der Stadt würde mit neuen Sträuchern und Bäumen deutlich verbessert werden. Die Bezirksverordnetenversammlung hat beschlossen, dass der Antrag der Grünen ausführlich beraten wird.

Nicht nur in der Stadt, sondern im eigenen Garten können Privatpersonen bereits viel für die Umwelt tun. Durch die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern wird die Umwelt geschont, während gleichzeitig von den Früchten als Nahrung profitiert werden kann. Für welche Bäume sich jeder letzten Endes entscheidet, bleibt ihm selbst überlassen. Auf http://www.garten-schlueter.de/ finden sich zahlreiche Inspirationen und Möglichkeiten zur Neuanpflanzung. Was im eigenen Garten beginnt, kann schon bald in der ganzen Stadt Realität werden. Und wer einmal selbst angebaut hat, weiß auch, dass Selbstgepflücktes am besten schmeckt.
Pressemeldung Download: 
Agrar-Presseportal
Agrar-Presseportal
Postfach 131003
70068 Stuttgart
Deutschland
Telefon:  +49  0711  63379-810
E-Mail:  redaktion@agrar-presseportal.de
Web:  www.agrar-presseportal.de
>>>  Pressefach


© proplanta 2006-2022. Alle Rechte vorbehalten.