13.11.2015 | 22:15:00 | ID: 21402 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Was steht eigentlich im Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum?

Schwerin (agrar-PR) - Heute: Förderung der Landschaftspflege
Ziele dieser Förderung sind Erhalt und Entwicklung naturnaher und historischer Kulturlandschaften, welche Pflanzen, Tiere und Böden schützen sowie die Biodiversivität erhöhen. Die Maßnahmen sollen der Entwicklung des ländlichen Raumes, der Stärkung örtlicher Partnerschaften und der Verbesserung regionaler Wertschöpfung dienen.

„Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist einzigartig, wild und ursprünglich. Einheimische und Touristen schätzen die saubere Luft, das milde Klima, die sanft geschwungenen Hügel, die stillen Seen, die tiefen Wälder, die raue Küste und die weitläufigen Felder.

Diese unterschiedlichen Landschaftstypen bieten eine Heimat für bedrohte Tiere wie Seeadler, Fischotter, Kraniche und Störche. Das gilt es zu bewahren und zu schützen“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV.

Im Städte-Dreieck zwischen Laage, Tessin und Teterow liegt eines der größten Getreideanbaugebiete Mecklenburg-Vorpommerns. Der Landschaftspflegeverband (LPV) Mecklenburger Agrarkultur mit Sitz in Dalwitz hat sich zum Ziel gesetzt, Natur und Landschaft in der Region aufzuwerten. Außerdem soll ein sanfter, naturverträglicher Tourismus zusätzliche Einnahmequellen schaffen.

Ein Schwerpunkt ist die Gestaltung von Wegen und Landschaftselementen in der oftmals ausgeräumten Feldflur. Durch die kooperative Arbeit auf regionaler Ebene im Landschaftspflegeverband gelingt es oft, Grundeigentümer davon zu überzeugen, bei Landschaftspflegeprojekten mitzumachen, indem sie ein wenig Land zur Verfügung zu stellen.

Beispielhaft sind Heckenpflanzungen in Wozeten (1.770 Meter), Jahmen (300 Meter), Reimershagen (680 Meter) und Teschow (130 Meter). „Dadurch fanden seltene Vögel, etwa der Neuntöter, und Säugetiere wie Igel und Siebenschläfer neue Biotope. Solche Projekte prägen das Landschaftsbild in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem tragen sie zu einer Einschränkung des zum Teil erheblichen Bodenabtrages, etwa durch Wind, bei“, freut sich Dr. Backhaus. Die Pflanzpläne wurden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Der Landesforst MV begleitet die Projekte bis zu zehn Jahre durch Kontrollen und fachliche Beratung.

Wie schon in der ersten Förderperiode (2007-2013) werden auch dieses Mal bis 2020 rund eine Million Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bereitgestellt. Gefördert werden die Planung und Durchführung von Projekten zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von naturnahen und historischen Kulturlandschaften und der damit in Zusammenhang stehenden Öffentlichkeitsarbeit.

Dazu zählen besonders:

- die Planung von Projekten zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft,

- Projekte zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft,

- die Anlange von Lehrpfaden und sonstigen Besuchereinrichtungen,

- die Herstellung von Druckerzeugnissen, Informationstafeln, Internetpräsentationen und sonstigem Informationsmaterial,

- Fachveranstaltung zur Information der Öffentlichkeit sowie die Präsentation auf Messen und Ausstellungen.

Die Förderung richtet sich an Landschaftspflegeverbände. Das sind freiwillige Zusammenschlüsse von Landnutzern, Naturschützern und Kommunalpolitikern einer bestimmten Region (§ 3, Abs. 4, Bundesnaturschutzgesetz). Die Landesforst MV reicht als Bewilligungsbehörde und Koordinierungsstelle der LPV seit 2006 die Mittel für die Landschaftspflegeförderung aus. (regierung-mv)
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