25.05.2022 | 18:04:00 | ID: 33207 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Zum Treffen der Ministerinnen und Minister der G7-Staaten aus den Ressorts Umwelt, Klima und Energie erklärt Harald Ebner, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz:

Im Schatten des Ukrainekriegs verschärfen sich die Klimakrise und das Artensterben weiter und bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Hitzewellen und Dürren bedrohen hunderte Millionen Menschen in Ostafrika und Indien. Und die Uhr tickt: Natur- und Artenschutz ist eine Überlebensfrage für die Menschheit. Wir stehen vor dem größten Arten-Massensterben seit Menschengedenken. Alle 10 Minuten verschwindet eine Art von diesem Planeten, sie stirbt aus, mit fatalen Folgen auch für uns Menschen. Die Herausforderungen sind enorm: Klimakrise, Artensterben, Ernährungsversorgung - angesichts dieser vielen gleichzeitigen Bedrohungen ist klar, dass isoliert gedachte Einzel-Lösungen der gewaltigen Problemlage nicht gerecht werden. Auf Initiative von Steffi Lemke und Robert Habeck tagen ab heute die Ministerinnen und Minister der G7-Staaten aus den Ressorts Umwelt, Klima und Energie gemeinsam, um Lösungsansätze für einen übergreifenden Systemwandel zur ökologischen Nachhaltigkeit zu beraten. Nur das bietet die Chance, planetare Grenzen einzuhalten und Wohlstand für kommende Generationen zu erhalten.

Als Hauptverursacher der Klimakrise müssen die G7-Staaten ihrer besonderen Verantwortung für die Rettung des Planeten gerecht werden. Die Bundesregierung geht hier u.a. mit einer konsequenten Umsetzung der Energiewende, einem Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz und einer Neuausrichtung der Agrarpolitik bereits voran. Darüber hinaus sind vielfältige weitere Maßnahmen nötig, wie Strategien zur drastischen Senkung des Ressourcenverbrauchs, der konsequente Abbau umweltschädlicher Subventionen und Hilfen für ärmere Länder zur Klimaanpassung, zur Umstellung auf erneuerbare Energien und zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Wir brauchen den naturverträglichen Ausbau regenerativer Energien sowie die Umstellung der Landwirtschaft auf 30 Prozent Bio-Anbau in den nächsten acht bis zehn Jahren. Gleichzeitig müssen wir deutlich runter vom noch immer viel zu hohen Pestizideinsatz und Flächenverbrauch, um den anhaltenden Druck auf unsere Ökosysteme zu vermindern. Ich bin Umweltministerin Steffi Lemke auch für ihre klare Position dankbar, den Einsatz von Agrokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen zu reduzieren und schnellstmöglich zu beenden, denn dringend benötigte Nahrung gehört nicht in den Tank.

Pressekontakt
Anja Theby
Pressereferentin
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Harald Ebner

Mitglied des Deutschen Bundestages

Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz,

nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

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