23.06.2022 | 16:45:00 | ID: 33419 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Abschlussbericht „Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung 2021“ jetzt online

Schwerin (agrar-PR) - Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt den Abschlussbericht „Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung 2021“ online herausgegeben. Der Bericht beinhaltet neben Daten zu Anbauflächen und Erträgen wichtiger Feldfrüchte auch Angaben zur Qualität der Weizen- und Roggenernte. Außerdem erfolgt eine Auswertung zur Sortenentwicklung bei Mähdruschfrüchten und Kartoffeln. Darüber hinaus wird die Verteilung der Vorfrüchte und der vorgesehene Verwendungszweck für die BEE- Kulturen ausgewertet. Der Ergebnisdarstellung vorangestellt ist eine Beschreibung des Witterungsverlaufes und der Besonderheiten zur Vegetation des Jahres 2021.
„Wir wollen mit dem Bericht den Landwirten sowie der Öffentlichkeit eine Übersicht über die Ernte im vergangenen Jahr geben, um Rückschlüsse für die kommende Saison zu ziehen und um die Leistung der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Vergleich zu den Vorjahren sowie zu Gesamtdeutschland zu sehen. Eins wird dabei ganz klar: Unsere Landwirte verstehen ihr Handwerk und sie verdienen höchste Anerkennung für ihre Leistungen, gerade in diesen schwierigen Zeiten angesichts der Pandemie und des Krieges. Schließlich ist die Landwirtschaft zusammen mit der Ernährungswirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig in unserem Land“, kommentierte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus den Bericht.

Einige Ergebnisse des Abschlussberichtes

Das Vegetationsjahr 2020/2021 war im Hinblick auf den Witterungsverlauf für viele Kulturarten nicht optimal und führte bei Getreide und Raps zu regional stark differenzierten Erträgen. Die Erträge der Getreideernte 2021 liegen mit 71,9 dt/ha 3 Prozent über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre (2015-2020). Der Winterweizen erreichte 2021 einen Ertrag von 77,2 dt/ha und liegt damit 3 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt mit 74,5 dt/ha. Die Anbaufläche hat im Vergleich zu 2020 um 3 Prozent zugenommen und liegt bei gut 314.400 Hektar.

Raps wurde auf einer Fläche von 173.600 ha angebaut, rd. 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Ertrag 2021 in MV lag mit 37,0 dt/ha ca. 5 Prozent unter dem Vorjahr, aber ca. 11 Prozent über dem langjährigen Mittel. Die Erntemenge betrug 641,7 Tt, das sind 18 Prozent der Gesamterntemenge Deutschlands.

Der Ertrag bei Kartoffeln beträgt 402,7 dt/ha, das sind 15 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre.

Wie in den Vorjahren dominierte der Anbau von Getreide (insbesondere Winterweizen) und Winterraps in Mecklenburg-Vorpommern. Der Anteil der Mähdruschfrüchte beträgt 72 Prozent an der Ackerfläche. Im Vergleich zu Deutschland ist die Anbaufläche für Ölfrüchte (16 Prozent Mecklenburg-Vorpommern, 9 Prozent Deutschland) wesentlich größer, für Futterpflanzen aufgrund des geringen Viehbesatzes deutlich kleiner (18 Prozent Mecklenburg-Vorpommern, 26 Prozent Deutschland).

Insgesamt war die Weizenernte qualitativ zufriedenstellend. Getreideanalytisch liegen die Werte 2021 deutlich über dem Niveau der Weizenernte im Bundesgebiet und über den Vorjahresergebnissen in MV. Der Anteil der Weizenproben mit Fallzahlen oberhalb von 220 s beträgt 98,9 Prozent (D: 94 Prozent). In Bezug auf die Fallzahlen kann man für das Jahr 2021 von einer guten Weizenernte sprechen.

Beim Roggen erreicht 93 Prozent der diesjährigen Ernte Brotroggenqualität. Die für die Backfähigkeit wichtigen Kriterien Fallzahl >120 s und Temperatur im Verkleisterungsmaximum über 63°C werden von 87 Prozent bzw. 92 Prozent der untersuchten Proben erreicht.

Der ermittelte Öl-Gehalt beim Raps wurde unter Berücksichtigung des jeweiligen Feuchtigkeitsgehaltes der Probe umgerechnet auf Bezugsbasis 9 Prozent Feuchte und 2 Prozent Besatzanteil. Er liegt in MV bei 42,9 Prozent und damit knapp über dem Bundesdurchschnitt von 42,2 Prozent.

Seit 1991 wird in Mecklenburg-Vorpommern die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung - bei Getreide, Raps und Kartoffeln durchgeführt. Die Informationen werden durch die Auswertung von Volldruschen bzw. Proberodungen gewonnen. Die Auswahl der Felder erfolgt nach einem Stichprobenverfahren. Zum Ende einer jeden Saison geben das Landwirtschaftsministerium und das Statistische Amt MV den Abschlussbericht heraus.
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