07.04.2022 | 16:55:00 | ID: 32804 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Dr. Erwin Manz: „Landwirtschaft hat Schlüsselrolle beim Klimawandel und beim Stopp von Energieimporten“

Mainz (agrar-PR) - Umweltstaatssekretär Manz hebt bei Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Beitrag der Landwirtschaft für Klima- und Artenschutz hervor und betont Wichtigkeit regionaler Kreisläufe.
„Steigende Lebensmittelpreise, die Klimakrise und der Artenschwund – all das sind Herausforderungen, denen wir nur gemeinsam begegnen können. Deshalb lade ich alle Landwirtinnen und Landwirte dazu ein, alles dafür zu tun, um unsere wertvollen heimischen Ressourcen, allen voran gesunde Böden, zu erhalten. Diese sind die Grundlage für wertvolle Lebensmittel und sie speichern das Klimagas CO2“, appelliert Umweltstaatssekretär Erwin Manz auf der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer am heutigen Donnerstag in Bockenau.

Gerade das Ausbringen chemisch-synthetischer Pestizide sowie übermäßiges Düngen bergen die Gefahr das empfindliche Ökosystem Boden zu gefährden, Gewässern zu schaden und Abhängigkeiten zu schaffen. Mineralischer Stickstoffdünger sei sehr energieintensiv in der Herstellung und komme meist über Importe nach Deutschland. Dementsprechend sind die Preise immens gestiegen.

„Regionale Kreisläufe, etwa, wenn tierhaltende Betriebe einen Großteil des Futters selbst anbauen, um möglichst wenig zukaufen zu müssen, können Preissteigerungen abfedern. Das gilt auch für den Einsatz von Leguminosen als natürlichen Stickstoffdünger – so kann der Einsatz von künstlich hergestellten mineralischen Stickstoffdüngern reduziert werden. Das fördert die Biodiversität und schont Ressourcen: Den Boden, das Wasser und zuletzt Energie und damit das Klima“, so Manz.

Der Umweltstaatssekretär wies außerdem darauf hin, dass der Schutz des Klimas auch Solidarität mit den Ärmsten dieser Welt bedeutet: „Von Dürren und Extremwetterkatastrophen sind vor allem jene Menschen betroffen, die sich kaum Importe leisten können. Durch den schrecklichen Angriffskrieg in der Ukraine sind somit auch Menschen in Entwicklungsländern betroffen, sie merken die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel viel drastischer als wir. Wir müssen gemeinsam dazu beitragen, dass wir den Klimawandel aufhalten, der weltweit Ernten zerstört oder in einigen Regionen die Grundlage für Landwirtschaft allgemein vernichtet“, so Manz.
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