23.12.2009 | 00:00:00 | ID: 4287 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Erfolge gemeinsam erkämpft

Hannover (agrar-PR) - Bei einem Rückblick auf das Jahr 2009 dürften die Landwirte beim Blick auf die Ernteerträge eigentlich sehr zufrieden sein: Gute Ernten, bei Zuckerrüben sogar ein neuer Rekord, und hervorragende Leistungen im Stall. Weitaus weniger zufrieden aber stimme das, was die Landwirte für ihre Produkte erhielten, schreibt Landvolkpräsident Hilse in der landwirtschaftlichen Fachzeitschrift Land & Forst. Der „wahre Wert“ der Lebensmittel werde im Markt nicht angemessen honoriert. Dies drückte sich in einer Serie von Preissenkungen aus, wie sie bislang kaum jemals erlebt wurden. Die Folgen davon hätten alle Bauern in ihren Buchabschlüssen gespürt, wobei sicherlich auch die Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Teil dazu beigetragen habe. „Wir wären aber schlechte Bauern, wenn wir nach einem weniger guten Jahr nicht wieder den Mut für eine neue Saat aufbringen könnten“, schreibt Hilse. Unisono sähen Fachleute die Agrarmärkte der Zukunft in einem besseren Licht. Einige aktuelle Entwicklungen ließen mehr als hoffen. Eine wachsende Weltbevölkerung wolle nicht nur satt werden, sondern sich auch besser ernähren. Darauf hätten sich die Betriebe schon bisher ausgerichtet und nähmen die Herausforderungen globaler Märkte an. Unterstützung forderte Hilse von der Politik allerdings zur Eindämmung der damit verbundenen Risiken.

Die Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt stehe für Niedersachsens Landwirte ebenso unverrückbar im Mittelpunkt wie die Verantwortung gegenüber dem Verbraucher und der nachfolgenden Generation. Nachhaltiges Wirtschaften bleibe für die Bauern oberstes Gut. Die Klimadebatte zeige aber sehr deutlich auf, wie schwierig es sei, zu vernünftigen Kompromissen zu kommen. „Vielstimmig klang im abgelaufenen Jahr das Echo aus der Landwirtschaft auf manche Initiative des Berufsstandes zurück“, schreibt Hilse weiter. Darüber sei viel diskutiert und schließlich der Konsens herbeigeführt worden. Der Dialog in den eigenen Reihen belebe und inspiriere. „Unser Demokratieverständnis lassen wir uns jedoch nicht nehmen“, betonte Hilse. Auch wenn es dazu führe, dass Minderheiten ihre Positionen nicht umgesetzt sähen. Gegenüber Politik und Gesellschaft werde der Verband weiter mit einer Stimme sprechen, das mache seine Stärke aus. Vor den im vergangenen Jahr erzielten Erfolgen müsse sich der Verband in keiner Weise verstecken. Die Entlastung beim Agrardiesel, Liquiditätshilfen, Beitragssenkungen im eigenständigen Sozialversicherungssystem und schließlich das umfangreiche Konjunkturprogramm des Bundes seien den Bauern, wie es Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ausdrückte, „nicht in den Schoß gefallen“. Alle zusammen hätten hart dafür gekämpft, die Erfolge dürften jetzt nicht leichtfertig klein geredet werden, auch wenn die Umsetzung nicht immer so schnell gehe.
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