03.09.2021 | 10:01:00 | ID: 30838 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Fachkräftemangel in Landwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe

Stuttgart (agrar-PR) - In Deutschland sind etwa zwei Drittel der offenen Stellen nur schwer zu besetzen, dies titelten zumindest die Zeitungen zum Jahresende 2017 aufgrund einer Studie des IW-Köln. Geändert hat sich seither wenig, denn noch immer herrscht ein akuter Fachkräftemangel. Studien und Auskünfte von Vermittlern zeigen aber regelmäßig die Jobs, welche aufgrund des Engpasses schnell besetzt werden könnten.

Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung in Deutschland

Unternehmen in Deutschland stehen vor einer großen Herausforderung und müssen diese heute kompensieren, indem die Mitarbeiter zum Beispiel Überstunden leisten. Es ist aktuell noch nicht daran zu denken, dass diese Herausforderung gemeistert wird. Der Grund dafür ist, dass sich Menschen anderweitig weiterentwickeln oder in das Ausland auswandern.

Diese Lage gefährdet die Innovationskraft der Wirtschaft und kann sogar die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens einschränken. Die Produktionsmöglichkeiten könnten nämlich eingeschränkt werden, wenn Positionen nicht besetzt werden. Damit müssen Aufträge teilweise sogar abgesagt werden.

Insbesondere die kleinen Unternehmen leiden hierunter deutlich, denn die Fachkräfte entscheiden sich eher für ein großes Unternehmen oder für einen Konzern. Jede dritte Stellenausschreibung wird von kleinen Firmen aus diesem Grund abgebrochen, laut einer Umfrage des IW-Köln.

An Arbeitskräften mangelt es in der Landwirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe seit jeher. Andere Bereiche sind zunehmend auch davon betroffen.

Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung gesucht

Der Mangel an Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist mit Abstand am größten, denn zwei Drittel aller ausgeschriebene Stellen sollten laut der IW Köln hierzu zählen. Damit ist Personal gemeint, welche den Umgang beispielsweise mit einer Karusselldrehmaschine beherrscht oder auch mit einer T Nutenplatte, diese Aufspannplatten werden auch in der Landwirtschaft für unterschiedliche Anliegen benötigt.

Jobs in der Landwirtschaft sollen attraktiver werden

Um zumindest in der Landwirtschaft dem Personalmangel entgegenzuwirken, sollen die Betriebe attraktiver werden. Es geht dabei um die Erhöhung des Gehalts, um die technische Ausstattung und um das Arbeitsklima.

Damit Landwirte wieder attraktiver werden, müssen sie sich professioneller am Arbeitsmarkt aufstellen, dies ist das Fazit einer Studie aus Gießen (Universität Gießen mit dem Team um Prof. Rainer Kühl mit Unterstützung der Edmund-Rehwinkel-Stiftung).

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es für die Arbeitnehmer diverse Faktoren, welche im Vordergrund stehen. Hierzu gehörten die Arbeitszeit, das Gehalt und die technische Ausstattung des Betriebes. Anhand dessen kann nämlich eingeschätzt werden, wie die Arbeit gelingt und ob das Vorstellungsgehalt ausreichend ist.

Wenn ein Betrieb all dies umsetzt, ist dieses aber noch nicht interessant für den Arbeitsmarkt. Es müssen auch Employer Branding Maßnahmen ergriffen werden, wodurch der Betrieb als eine Art „Status“ gilt.

Personal von Apple, Tesla oder einem großen örtlichen Unternehmen sprechen voller Stolz von ihrer Arbeitsstelle. Genau jenes kann auch ein landwirtschaftlicher Betrieb erreichen, sofern die Möglichkeiten des Employer Branding nicht unterschätzt werden.

Welche Maßnahmen sind für das Employer Branding hilfreich?

Für Unternehmen in der Landwirtschaft gibt es einige Maßnahmen, welche teilweise auch sehr kostengünstig umgesetzt werden könnten. Für die Außendarstellung ist sicherlich eine moderne Website mit einem ansprechenden Logo hilfreich. Weitere Möglichkeiten wären, dass Image-Kampagnen aufgebaut werden, wie beispielsweise die Errichtung eines Bienenhotels. All diese Vorteile und Besonderheiten müssen aber auch kommuniziert werden, dafür eignen sich Social-Media-Kanäle wie Instagram, Facebook oder auch TikTok.
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