25.02.2010 | 00:00:00 | ID: 4878 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Fleischproduktion ist weiter gestiegen

Hannover (agrar-PR) - Die deutschen Landwirte haben ihre Fleischproduktion im vergangenen Jahr erneut ausgeweitet. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, beziffert das Statistische Bundesamt die Fleischproduktion für 2009 auf insgesamt 7,74 Mio. Tonnen (t). Damit haben die deutschen Landwirte die bisherige Rekordmenge von 7,55 Mio. t aus 2008 um 2,5 Prozent überschritten. Ein besonders dynamisches Wachstum wies auch im vergangenen Jahr der Schweinesektor auf. Die Schweinefleischerzeugung wuchs gegenüber 2008 um 3,1 Prozent auf 5,25 Mio. t, mittlerweile bestehen mehr als zwei Drittel des gesamten deutschen Fleischaufkommens aus Schweinefleisch. Deutlich zugenommen hat im vergangenen Jahr darüber hinaus die Geflügelfleischerzeugung. Die Wiesbadener Statistiker ermittelten eine Steigerung um 3,4 Prozent auf nunmehr 1,29 Mio. t. Dagegen hat die deutsche Rindfleisch-
erzeugung etwas abgenommen, und zwar um 0,5 Prozent auf knapp 1,18 Mio. t. Drastisch ist jedoch erneut die Erzeugung von Schaffleisch zurückgegangen, und zwar um 11,7 Prozent auf nur noch 20.100 t.

Den Anstieg in der Geflügelfleischproduktion führen Marktkenner vor allem auf die vermehrte Produktion von Jungmasthühnern zurück. Diese nahm 2009 um knapp 6,0 Prozent auf 749.000 t zu, während die Putenhalter ihre Erzeugung nach dem starken Wachstum im Jahr zuvor in 2009 nur um 0,4 Prozent auf 438.000 t steigerten. Im Segment Rindfleisch ging vor allem die Erzeugung von Ochsen- und Bullenfleisch zurück. Sie erreichte im vergangenen Jahr nur noch 578.000 t, das waren 4,1 Prozent weniger als 2008. Dagegen nahm die Erzeugung von Kuhfleisch um 1,5 Prozent auf 416.000 t und die von Kalbfleisch um 3,9 Prozent auf 41.000 t zu. Während die Steigerung der Kalbfleischproduktion auf deutlich höhere Schlachtgewichte der Tiere zurückgeführt wird, dürfte die gestiegene Kuhfleischerzeugung ein Resultat der drastisch gesunkenen Milchpreise gewesen sein. Diese veranlasste viele Milcherzeuger, sich vorzeitig von Milchkühen zu trennen. Die Verbraucher verspüren allerdings schon seit einigen Jahren nur einen gleichbleibenden Appetit auf Fleisch. So schätzt der Bundesverband der deutschen Fleischwarenindustrie, dass sich jeder Bundesbürger rein statistisch gesehen 2008 rund 60,4 kg Fleisch hat schmecken lassen. In den drei Jahren zuvor hatte sich der Fleischverzehr der Bundesbürger stets auf diesem Niveau bewegt. Am liebsten griffen die Deutschen zu Schweinefleisch, von dem sie sich 2008 rund 38,4 kg pro Kopf schmecken ließen. Gern griffen sie auch zu Geflügelfleisch, von dem in 2008 rund 11,2 kg je Kopf verspeist wurden. Knapp dahinter rangierte mit 8,6 kg der Verzehr von Rindfleisch. Dabei konnten sich die deutschen Verbraucher seit Beginn der Wirtschaftskrise über deutlich günstigere Einkaufspreise für frische Lebensmittel freuen, allein im vergangenen Jahr gaben diese gegenüber 2008 im Schnitt um 5,1 Prozent nach.
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