06.05.2010 | 00:00:00 | ID: 5637 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Getreidepreise mit Potenzial

Berlin (agrar-PR) - Markt belebt sich
Für die Ackerbauern sind die sich aktuell festigenden Getreidepreise ein Lichtblick. Augenblicklich trifft eine starke Nachfrage auf eine begrenzte Abgabebereitschaft der Bauern. Die bei den Bauern noch lagernden Getreidemengen scheinen kleiner als bislang erwartet, so dass Käufer mit höheren Geboten Ware locken müssen. Auch der Export bietet noch Absatzpotenzial, da der schwache Euro die Wettbewerbsfähigkeit europäischer und damit deutscher Ware international erhöht. Zum Bestandsabbau hat auch beigetragen, dass erhebliche Mengen an Getreide in die Bioethanolproduktion geflossen sind, so dass die Endbestände kleiner ausfallen dürften als erwartet. Somit haben die Preise bis zur Ernte noch Potenzial nach oben. Die Festigung der hiesigen Preise wird durch die Preisentwicklung auf den internationalen Märkten gestützt. Voraussagen über eine knappe Maisversorgung befestigen die Kurse für Futtergetreide. So wird beispielsweise für Europa der niedrigste Maisbestand seit sechs Jahren prognostiziert.
 
Für die Erzeuger bedeutet diese Entwicklung, dass sie in den Wochen bis zur Ernte möglicherweise das äußerst schwache Getreidevermarktungsjahr doch noch mit einem blauen Auge abschließen können. Damit richtet sich der Blick auf die neue Ernte in Deutschland. Augenblicklich liegen die Winterkulturen wie Raps und Weizen circa 10 - 14 Tage hinter der durchschnittlichen Wachstumsentwicklung zurück. Regional sind erst jetzt mit dem Eintritt des Pflanzenwachstums Auswinterungsschäden zu erkennen. Die Niederschlagsentwicklung im April war wieder einmal unterdurchschnittlich, so dass die hohen Getreideernten der Vorjahre in weite Ferne gerückt sind.
 
Nach bisherigen Erwartungen geht der Deutsche Bauernverband von einer Getreideernte in Höhe von 45,8 Millionen Tonnen aus. Das sind mehr als 7,2 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Allerdings setzt diese Zahl voraus, dass der Wachstumsrückstand aufgeholt wird und die Kulturen einen optimalen Witterungsverlauf mit ausreichend Niederschlägen zum richtigen Zeitpunkt erhalten. Besinnt man sich jedoch auf alte Bauernregeln, die dann beispielsweise lauten: „Ein trockener April ist nicht nach des Bauern Will“, könnte die genannte Zahl auch noch nach unten korrigiert werden.
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