20.01.2010 | 00:00:00 | ID: 4513 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Konzentrationsprozess der Molkereien schreitet voran

Bonn (agrar-PR) - Die deutsche Milchindustrie ist mit einem Umsatz von 22,3 Mrd. € und 36.500 Beschäftigten (2008) die zweitgrößte Sparte der deutschen Ernährungsindustrie. Das teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit und weist darauf hin, dass 21 % der Umsätze die deutschen Molkereien über den Export erwirtschaften. Mehr als die Hälfte der Milch werde von genossenschaftlichen Unternehmen verarbeitet.

Die Zahl der Molkereien in Deutschland habe stark abgenommen. Gab es 1990 nach Angeben des RLV noch 360 Unternehmen, so schrumpfte die Zahl bis 2000 auf 127 und lag im Jahr 2008 nur noch bei genau 100 Unternehmen mit 234 Betriebsstätten, die täglich zusammen über 75.000 Tonnen Milch zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeiten.

Wie der RLV weiter mitteilt, sei die Molkereibranche schon seit geraumer Zeit im Umbruch. Das Schweizer Unternehmen Nestlé halte mit Abstand die Spitzenposition mit einem Umsatz von 18,5 Mrd. € (2008), gefolgt von den beiden französischen Unternehmen Danone und Lactalis. Die Fusion der beiden niederländischen Molkereien Friesland und Campina habe zum viertgrößten europäischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 8,9 Mrd. € geführt. Die beiden größten deutschen Molkereiunternehmen, Müller-Milch und Nordmilch, wiesen 2008 einen Umsatz von jeweils 2,3 Mrd. € aus.
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