16.09.2010 | 00:00:00 | ID: 6726 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Landwirte erwarten durchschnittliche Rübenernte

Hannover (agrar-PR) - In Nordstemmen und Uelzen geht es bereits am 17. September los, die Zuckerfabriken in Clauen, Klein Wanzleben und Schladen beginnen mit der diesjährigen Zuckerrübenkampagne am 22. September. Die Landwirte haben mit den Ernte bereits begonnen und holen die süßen Früchte aus dem Boden, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Durch die Wetterkapriolen in diesem Jahr rechnen die Landwirte nur mit durchschnittlichen Erträgen. Damit blicken die niedersächsischen Bauern etwas optimistischer in die Zukunft als die Nordzucker AG, die für das gesamte norddeutsche Gebiet in diesem Jahr leicht unterdurchschnittliche Erträge von rund 60 Tonnen Rüben je Hektar (Vorjahr: 66,9) prognostiziert.

Die Zuckerrüben hatten in diesem Jahr immer wieder mit Witterungsunbilden zu kämpfen: Dem kühlen Frühjahr, das einen schlechten Start in die Wachstumsphase verursachte, folgte die Gluthitze im Juli. Sie traf die Zuckerrüben mitten in der Wachstumsperiode. Proberodungen eines großen Saatzuchtunternehmens in Söllingen bei Helmstedt belegen die Ertragsminderungen. Hier wurden Ende August 53 t/ha ermittelt. Das sind 90 Prozent des Vorjahresertrages von 61,9 t/ha. Auch der Zuckergehalt lag mit 14,2 Prozent bei nur 86 Prozent des Vorjahreswertes. Die Zuckergehalte werden aufgrund der regnerischen Wochen im August und September ebenfalls nicht gerade üppig ausfallen. Die Rübenanbauer wünschen sich daher einen sonnigen Herbst, damit die Rüben noch viel Sonnenenergie in süßen Zucker verwandeln und speichern können. Die Zuckerrüben werden bis in den November hinein geerntet und bis Mitte Januar verarbeitet. Autofahrern rät das Landvolk Niedersachsen zu besonderer Vorsicht, wenn langsam fahrende, lange Rübentransporter auf der Straße unterwegs sind. Besonders auf unebenen Straßen kann es vorkommen, dass einzelne Rübenkörper herunterfallen. Außerdem kann es trotz aller Sorgfalt der Landwirte bei der Verladung oft zu einer Verschmutzung der Fahrbahn mit Erde kommen. Autofahrer sollten deshalb die Geschwindigkeit drosseln, wenn sie erkennen, dass an der Straße Rüben verladen werden. In Niedersachsen werden auf rund 100.000 ha Zuckerrüben angebaut. Die Anbauschwerpunkte liegen rund um Uelzen und von Hannover über die Hildesheimer Börde bis nach Göttingen und Braunschweig.
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