05.07.2021 | 08:06:00 | ID: 30456 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Landwirtschaftszählung 2020: Endgültige Ergebnisse zur Viehhaltung in Bayern liegen vor

Fürth (agrar-PR) - Betriebe mit Schweine- und Milchkuhhaltung besonders vom Strukturwandel betroffen
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Rahmen der Landwirtschaftszählung 2020 in Bayern insgesamt 84.756 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt, davon hielten 56.143 Betriebe Vieh (66,2 Prozent). Damit ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in den vergangenen zehn Jahren in Bayern um 26,1 Prozent zurückgegangen. Die größte Einzelposition bildeten hier die Rinderhalter mit 38.808 Betrieben, gefolgt von den 20.819 Betrieben mit Hühnerhaltung.

Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe ist in den vergangenen zehn Jahren um 29,1 Prozent, die Zahl der milchkuhhaltenden Betriebe sogar um 36,7 Prozent auf nunmehr 26.609 Betriebe mit 1.118.491 Milchkühen zurückgegangen.

Insbesondere bei der Milchkuhhaltung bestätigte sich der allgemein zu beobachtende Trend zu weniger, gleichzeitig aber größeren Betrieben: Wurden im Jahr 2010 noch durchschnittlich 30 Milchkühe je Betrieb gehalten, stieg dieser Wert im Jahr 2020 auf 42. Bundesweit wurden sogar durchschnittlich 72 Milchkühe je Betrieb gehalten.

Weiter hielten 7.866 Betriebe in Bayern insgesamt 3.069.850 Schweine. Im Jahr 2010 gab es noch 17.379 Betriebe mit insgesamt 3.654.276 Schweinen. Innerhalb von zehn Jahren reduzierte sich somit die Zahl der Betriebe um 54,7 Prozent und der Tierbestand um 16,0 Prozent. Die durchschnittliche Zahl der Tiere pro Betrieb stieg von 210 auf 390. Zum Vergleich: Bundesweit waren es 826 Schweine je Betrieb.

Auch die Schafhaltung hat in Bayern in den vergangenen zehn Jahren an Bedeutung verloren: Während die Zahl der Betriebe von 6.255 auf 5.048 zurückging (-19,3 Prozent), verringerten sich die Tierbestände von 387.725 auf 312.626 Schafe (-19,4 Prozent). Damit hielt ein Betrieb im Jahr 2020 unverändert im Durchschnitt 62 Schafe (Deutschland: 91 Schafe je Betrieb).

Dem Trend zu größeren Betrieben folgend ist auch die Zahl der Betriebe mit Hühner- und Legehennenhaltung zurückgegangen, während die Bestandszahlen zugenommen haben. Im Jahr 2010 hielten 26.248 Betriebe insgesamt 10.452.304 Hühner, im Jahr 2020 waren es nur noch 20 819 Betriebe mit einem Bestand von 13.355.772 Hühnern.

Die Zahl der Betriebe mit Legehennenhaltung verringerte sich im selben Zeitraum von 25.940 auf 20.336 Betriebe, der Bestand wuchs hingegen von 3.911.415 auf 5.077.396 Legehennen.

Ferner wurden zum 1. März 2020 von 9.363 Betrieben 78.328 Einhufer (Pferde, Ponys, Esel, Maultiere oder weitere Einhufer), von 3.242 Betrieben 38.857 Ziegen und von 2.380 Betrieben insgesamt 1.138.689 Gänse, Enten oder Truthühner gehalten.
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