05.11.2009 | 00:00:00 | ID: 3499 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Oktober-Umfrage der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Berlin (agrar-PR) - Gute Finanzierungsbedingungen in der Landwirtschaft trotz schwierigem Umfeld
Die Finanzierung ihrer Investitionen ist für die meisten landwirtschaftlichen Betriebe nach wie vor kein Problem. Dies ist das Ergebnis der repräsentativen Oktober-Umfrage der Rentenbank. Trotz äußerst schwieriger Agrarmärkte und anhaltender Finanzmarktkrise haben sich die Kreditkonditionen für 82 Prozent der Landwirte im letzten halben Jahr nicht verschlechtert. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen finden Landwirte günstige Finanzierungsbedingungen vor. Diese erstrecken sich dabei über alle Investitionsbereiche.
 
Lediglich 18 Prozent der befragten Landwirte berichten über Erfahrungen mit ungünstiger werdenden Kreditbedingungen. Genannt werden hierbei insbesondere höhere Zinsaufschläge oder gestiegene Anforderungen an die Kreditsicherheiten. Ablehnungen von Kreditanfragen blieben Einzelfälle.   „Die positiven Ergebnisse der Befragung spiegeln sich auch in unserem Fördergeschäft wider", kommentierte Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstands der Rentenbank. So konnte die Förderbank für das Agribusiness im laufenden Jahr allein 1 Milliarde Euro aus ihrem Programm „Energie vom Land" an neuen Krediten zusagen. Die Finanzierungen von Investitionen in Erneuerbare Energien stiegen damit gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum nahezu auf das Fünffache. Etwa 641,3 Millionen Euro (141,5) entfielen dabei auf Fotovoltaikinvestitionen und 299,3 Millionen Euro (68,3) auf die Finanzierung von Biogasanlagen. „Die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft stellen sich vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen zunehmend breiter auf und betreiben so aktiv Risikostreuung", so Dr. Dahmen. Auch bei den klassischen landwirtschaftlichen Finanzierungen ist ein lebhaftes Neugeschäft zu verzeichnen. Teilweise liegt die Nachfrage auch hier über dem hervorragenden Vorjahresniveau. „Hinweise auf Finanzierungsengpässe für landwirtschaftliche Investitionen gibt es daher auch aus unserer Sicht nicht", so Dr. Dahmen.  
 
Auch die von Bund und Ländern vergünstigten Liquiditätshilfedarlehen der Rentenbank werden weiterhin rege in Anspruch genommen. Bisher wurden bereits über 500 Millionen Euro an 9 000 Landwirte zugesagt. Die Nachfrage in den einzelnen Ländern ist jedoch sehr unterschiedlich. Deshalb wurden die bereits ausgeschöpften Plafonds für Bayern und Schleswig-Holstein durch nicht in Anspruch genommene Mittel aus anderen Bundesländern aufgestockt. „Durch diese Anpassung wird der Erfolg der Fördermaßnahme weiter gesteigert", so Dr. Dahmen.
 
Eine Grafik zur Bewertung der Kreditkonditionen finden Sie hier.  
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