03.08.2018 | 19:36:00 | ID: 25708 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Weizen-Hausse: Signal für Teilverkäufe!

Stuttgart (agrar-PR) - Der internationale Weizenmarkt wurde weiter durch die Trockenheit in Teilen Nord- und Westeuropas getrieben. In den USA sorgte eine angekündigte Hitzewelle für steigende Preise am US-Markt, der US-Export blieb mit 382.500 t gegenüber 385.900 t in der Vorwoche stabil.
In Paris erreichten die Weizenpreise mit 210-215 EUR/t neue Höchststände wie seit April 2014 nicht mehr, rechnete Frankreichs Handel gestern mit 136,6 Mio. t mit einer um 15 Mio. t  kleineren Weizenernte in der EU-28. Dabei liegt das Epizentrum der Trockenheit von Nordfrankreich über Nord- und Ostdeutschland, Polen bis in die Baltic-Staaten herauf, wie der Agrar-Informationsdienst proplanta.de mitteilt. Wegen fehlendem Futtergetreide wurden bereits große Mengen an ukrainischen und rumänischen Weizen nach Norddeutschland und Benelux-Länder verladen.

In Deutschland überraschte der Deutsche Bauernverband mit einer um 6,1 Mio. t nach unten revidierten Weizenprognose Deutschlands von nur 18,0 Mio. t, um 25 % niedriger als im Vorjahr, den Markt. Mit Spannung wird daher das Ergebnis des Ernteberichts der Bundesregierung erwartet, müssen die Prognosen sich bestätigen. Wegen der in Europa angespannten Versorgungslage werden jetzt auch die Importeure in Nordafrika, Algerien und Ägypten sowie im Nahen Osten wach und ziehen Einkäufe vor.

In der EU-28 legte der Export von EU-Weizen auf 226.767 t gegenüber 95.424 t in der Vorwoche zu, erreichte der Gesamtexport (inkl. Mehl) im der neuen Saison aber nur 815.711 t gegenüber 1.524.854 t im Vorjahr, was einem Rückgang von 47 % entsprach. Erzeuger und Handel sollten das gute Preisniveau für Teilverkäufe nutzen, wenn auch die Hausse sicher noch lange nicht vorbei ist, empfehlen Analysten von proplanta.de.

So notierte in Chicago der Fronttermin für US-Weizen bei 179,39 EUR/t (Mittwoch: 173,75 EUR/t) und in Paris an der MATIF für EU-Weizen Nr. 2 bei 212,75 EUR/t (Mittwoch: 202,25 EUR/t), für DEZ bei 213,25 EUR/t und für MRZ bei 215,00 EUR/t. Der Eurokurs lag heute Nachmittag bei 1,1588 USD/EUR.

Am Kassamarkt lagen die Preise für Standardweizen für August zuletzt bei 215 EUR/t (Mittwoch: 210,00 EUR/t) FCA Hamburg/Rostock, rund 210,00 EUR/t (Mittwoch: 197,00 EUR/t) FCA Rheinland, gut 217,00 EUR/t (Mittwoch: 215,00 EUR/t) FCA Westfalen sowie 198,00 EUR (Mittwoch: 195,00 EUR/t) FCA Mannheim. Die Prämien für A-Weizen betrugen zuletzt 2,00-5,00 EUR/t, dabei notierte A-Weizen (13/250) zuletzt für August bei 215,00 EUR/t (Mittwoch: 215,00 EUR/t) FCA Hamburg.

Futterweizen wurde für Liefertermin August um 217,00 EUR/t (Mittwoch: 215,00 EUR/t) FCA Süd-Oldenburg, gut 215,00 EUR/t (Mittwoch: 210,00 EUR/t) FCA Holland, rund 211,00 EUR/t (Mittwoch: 196,00 EUR/t) FCA Hamburg sowie um 205,00 EUR/t (Mittwoch: 200,00 EUR/t) FCA Niederrhein und um 197,00 EUR/t (Mittwoch: 195,00 EUR/t) FCA Oberrhein gehandelt.
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Weizen-Fronttermin steigt auf 212,75 EUR/t
Weizen-Fronttermin steigt auf 212,75 EUR/t
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