21.01.2016 | 17:20:00 | ID: 21761 | Ressort: Landwirtschaft | Bio

Förderpreis Ökologischer Landbau für Harzer-Rotvieh-Züchter

Berlin/Hannover (agrar-PR) - Agrarminister Meyer: Beispielhaftes Engagement - Rinderrasse vom Aussterben bedroht

Große Ehre für den Bio-Rotviehzuchtbetrieb Daniel Wehmeyer aus dem niedersächsischen Osterode: Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ist der Züchter mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet worden. „Das ist eine verdiente Anerkennung für ein beispielhaftes Engagement", so Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. „Hier wird ein wertvoller Beitrag für den Erhalt einer bedeutenden historischen Nutztierrasse und die Pflege einer besonderen niedersächsischen Kulturlandschaft geleistet."

Familie Wehmeyer züchtet das Harzer Rote Höhenvieh, eine im Harz seit Jahrhunderten heimische, mittlerweile aber seltene Rinderrasse, die sogar vom Aussterben bedroht ist. Die Tiere weiden auf Harzer Bergwiesen und im Naturschutzgebiet Hainholz/Beyerstein und pflegen so eine für Niedersachsen prägende Landschaft. Familie Wehmeyer misst dem Wohl der Tiere eine hohe Bedeutung bei und hält sie nach den Richtlinien des Ökolandbaus. Sehr lobenswert ist laut Minister überdies die Initiative der Wehmeyers, Schulklassen und andere Interessierte als Gästen einen Einblick in die Landwirtschaft zu gewähren. „Und es ist natürlich erfreulich, dass das Fleisch der Tiere sehr gefragt ist, übrigens auch bei Harzer Spitzengastronomen. Die besondere Qualität und die regionale Herkunft sind dafür Garanten", so der niedersächsische Landwirtschaftsminister.

Der Betrieb Wehmeyer überzeugte die Jury durch sein innovatives Gesamtkonzept: Neben Bio-Rindfleisch einer seltenen Rinderrasse vermarktet der Betrieb auch Speise-Linsen an den Naturkosthandel sowie eine bio-zertifizierte Mischung aus Kräuter- und Grassamen von Oberharzer Bergwiesen. Die erneute Prämierung eines Betriebes aus Niedersachsen sei zugleich eine Würdigung der herausragenden Leistungen vieler niedersächsischer Bio-Akteure, sagte Meyer. „Das ist Ansporn für die weitere Entwicklung unserer Bio-Branche." Niedersachsen setzt sich mit vielen Maßnahmen für den Ausbau der heimischen Bioproduktion ein. Zurzeit gibt es landesweit rund 1.400 Biobetriebe. „Um diese zu unterstützen und weitere Betriebe und Flächen dazuzugewinnen, ist das Ziel, die Umstellungs- und Beibehaltungsprämie nochmals zu erhöhen und unsere Offensive für mehr Ökolandbau in Niedersachsen zu forcieren", so der Landwirtschaftsminister.

Der Förderpreis wird seit 2001 vom Bundeslandwirtschaftsministerium ausgeschrieben. Jährlich werden drei Betriebe ausgezeichnet, die besonders innovative Geschäftsideen und Lösungen erfolgreich umgesetzt haben. Neben dem Rotviehzuchtbetrieb Wehmeyer erhalten dieses Jahr je ein Hof aus Hessen und Bremen den Preis. Niedersachsen ist damit schon zum fünften Mal unter den Preisträgern. In den Vorjahren wurden die Getreidezüchtungsforschung Darzau (2014), der Biolandhof Ellenberg (2011), der Obsthof Augustin (2010) und der Bauckhof (2002) ausgezeichnet.


Klaus Jongebloed
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