29.07.2020 | 10:12:00 | ID: 29027 | Ressort: Landwirtschaft | Dienstleistungen

Pflanzenschutzkartell: Neue Möglichkeit der Anspruchsdurchsetzung für Landwirte

Lüneburg, Deutschland (agrar-PR) -

Im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzkartell (vgl. Pressemittelung des Bundeskartellamtes vom 13. Januar 2020) gibt es nun eine weitere Möglichkeit für betroffene Landwirte, ihre Ansprüche zu verfolgen.

Anstatt der bisher bestehenden Möglichkeiten einer eigenständigen Anspruchsdurchsetzung oder einer Abtretung der Ansprüche an einen Rechtsdienstleister gibt es nun auch die Möglichkeit eines vollständigen Forderungsverkaufs gegen Erhalt eines sofortigen Kaufpreises.

Mithilfe der Vermittlungsplattform fairAgrar (www.fairagrar.de) können geschädigte Landwirte ihre Forderungen zu einem angemessenen Kaufpreis vollständig an einen Investor verkaufen und damit sofortige Liquidität erhalten. Dabei hängt die Höhe des Kaufpreises von der Art und Anzahl der Forderungen und der Qualität der zu den Erwerbsvorgängen vorhandenen Unterlagen ab.

Das Angebot von fairAgrar schafft eine neue Alternative zu den bereits bestehenden Modellen der Anspruchsdurchsetzung auf dem deutschen Markt, die sich von diesen wie folgt erheblich unterscheidet:

Bei einer selbstständigen Rechtsverfolgung müssen enorme Ressourcen aufgebracht werden, um die Anspruchsdurchsetzung zu koordinieren und zu begleiten. Ein Gerichtsverfahren kann sich über mehrere Jahre erstrecken. Der klagende Landwirt trägt das volle Prozesskostenrisiko und muss im Falle einer Klageabweisung sämtliche Verfahrenskosten, seine eigenen Kosten und die der Gegenseite tragen.

Bei einer Inkassozession werden die Schadenersatzansprüche an einen Rechtsdienstleister abgetreten. Dadurch übernimmt der Rechtsdienstleister das Prozesskostenrisiko. Bei diesem Modell besteht derzeit die Gefahr, dass deutsche Gerichte die Abtretung von Ansprüchen an einen Rechtsdienstleister als unwirksam ansehen (vgl. LG München Urt. V. 07.02.2020 – 37 O 18934/17 Lkw-Kartell). Hier droht dem geschädigten Landwirt, seine Ansprüche aufgrund von Verjährung vollständig zu verlieren, da der Rechtsdienstleister bei unwirksamer Abtretung keine wirksamen verjährungshemmenden Maßnahmen ergreifen konnte, was sich u.U. erst Jahre nach der Abtretung zeigt.

Bei einem mithilfe von fairAgrar organisierten Forderungsverkauf besteht dagegen kein Risiko in Bezug auf Prozesskosten und -ausgang, es muss kein langwieriges Gerichtsverfahren abgewartet werden und der geschädigte Landwirt erhält sofortige Liquidität.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zu Verfügung. Ihr Ansprechpartner:

Lukas Vonhausen
vonhausen@fairagrar.de

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Website: www.fairagrar.de

Pressemeldung Download: 
Bilderserie
Firmen Logo
Firmen Logo
fairAgrar - die Kooperationsplattform für den durch das Pflanzenschutzkartell geschädigten Landwirt


© proplanta 2006-2022. Alle Rechte vorbehalten.