26.03.2014 | 17:35:00 | ID: 17381 | Ressort: Landwirtschaft | Fischerei

500.000 Glasaale für die schleswig-holsteinische Ostsee

Kiel (agrar-PR) - Heute (26. März) wurden rund 260 kg Glasaale an verschiedenen Stellen entlang der gesamten schleswig-holsteinischen Ostseeküste ausgesetzt.
Das sind je nach Größe der Winzlinge mindestens 500.000 Aale. Dafür wurden 100.000 € aufgewendet, die je zur Hälfte aus dem Europäischen Fischereifonds und der schleswig-holsteinischen Fischereiabgabe stammen. Schleswig-Holstein führt damit den im letzten Jahr begonnenen Besatz mit Aalen in Küstengewässern der Ostsee konsequent fort.

Der Aalbesatz dient der Erfüllung der sog. Aalmanagementpläne, die in Umsetzung der EU-Aalverordnung bereits 2008 von Schleswig-Holstein aufgestellt und 2010 von der EU genehmigt wurden. Neben verschiedenen fischereilichen Beschränkungen ist Aalbesatz im Rahmen dieser Planungen die wichtigste Option, um die deutlich zurück gegangenen Aalbestände zu stützen.

Die Glasaale stammen von der englischen Atlantikküste, wo sie im zeitigen Frühjahr in großen Mengen ankommen. Dort werden sie äußert schonend gefangen und per Luftfracht via Kiel-Holtenau ins Land gebracht. Die Aalversandstelle des Deutschen Fischereiverbandes, die in diesem Jahr die Ausschreibung für diese Lieferung gewonnen hatte, wickelt die Maßnahme im Auftrage des Landes ab.

Der Besatz an der Küste erfolgt entweder mit kleinen Booten oder per Wathose direkt von Land aus – durchgeführt von den Beamten der Fischereiaufsicht der Außenstellen des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Nach derzeitiger Planung soll diese Maßnahme in den kommenden Jahren fortgeführt und je nach Mittelverfügbarkeit auch noch ausgeweitet werden. Zusätzlich wird sich dann ein langfristiges Monitoring anschließen, um den Erfolg des Besatzes zu überprüfen.


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