24.04.2009 | 00:00:00 | ID: 375 | Ressort: Landwirtschaft | Forstwirtschaft

Achtung Borkenkäfer

München (agrar-PR) - BBV: Jetzt kontrollieren und befallene Bäume entfernen
Der Bayerische Bauernverband weist zum Tag des Baumes darauf hin, dass auch dieses Jahr regional erhebliche Schäden im Wald durch die Borkenkäfer zu befürchten sind. Die wenigen warmen Tage über Ostern reichten bereits aus, um unerwartet intensive Schwärm- und Befallsaktivitäten beim Buchdrucker auszulösen. „Die Bruten, die derzeit von Borkenkäfern angelegt werden, bilden die Grundlage für die Höhe der Population und damit das Ausmaß der Schäden in diesem Jahr. Deshalb ist eine intensive Kontrolle in Form der Bohrmehlsuche und die schnellstmögliche Beseitigung der befallenen Bäume aus dem Wald durch die Waldbesitzer besonders wichtig“, erklärt Johann Koch, Waldreferent beim Bayerischen Bauernverband.

Inzwischen ist - regional sehr unterschiedlich - erster Stehendbefall besonders im Bereich alter Käfernester und an Südrändern zu beobachten. In Bayern kam es letzte Woche insbesondere in Oberfranken, im nördlichen Ober­pfälzer Wald, aber auch im Bereich der Fränkischen Platte, der Franken­höhe und Haßberge zu erheblichem Schwärmaktivitäten.

„Tüchtige Waldbesitzer haben im vergangenen Jahr bereits ihre Wälder intensiv überwacht und umfassende Vorbeugemaßnahmen getroffen. Die Erfolge sind offensichtlich, jedoch gibt es keinerlei Grund zur Entwarnung“, sagt Koch. Der Bayerische Bauernverband rät Waldbesitzern dringend, gerade jetzt vermehrte, sofern möglich wöchentliche Befallskontrollen durchzuführen und befallene Bäume schnellstmöglich einzuschlagen, zu entrinden oder aus dem Wald zu entfernen und in mindestens 500 Me­ter Abstand zum nächsten ge­fähr­deten Baumbestand zu lagern. „Es muss mit aller Kraft eine Borken­käfer­kalamität verhindert werden, damit sich die ohnehin schwierige Situation auf den Rohholzmärkten für die Waldbesitzer nicht noch weiter verschärft“, betont Koch.

Um die Wälder stabiler gegen Schäd­lingsbefall zu machen und somit das betriebliche Risiko zu verringern, empfiehlt der Bayerische Bauernverband den Waldbesitzern, die Fördermittel, die der Freistaat Bayern zur Verfügung stellt, umfassend zu nutzen und künftig noch mehr standortgerechte Mischwälder zu begründen. „Der Bergahorn ist Baum des Jahres 2009. Er kann in vielen Gebieten zur waldbaulichen Bereicherung beitragen. Zudem ist sein helles und hartes Holz derzeit begehrt und wertvoll“, erklärt Koch.
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