14.01.2012 | 13:20:00 | ID: 11882 | Ressort: Landwirtschaft | Forstwirtschaft

Auktionen: 20. Versteigerung und 22. Submission von Brandenburgs wertvollsten Hölzern in Chorin

Eberswalde (agrar-PR) - Brandenburgs Landesbetrieb Forst Brandenburg hat heute zu den traditionellen Meistgebotsverkäufen der wertvollsten Hölzer Brandenburgs ins Wald-Solar-Heim nach Eberswalde eingeladen.
Zu einem Erlös von netto 99.865 Euro wurde das angebotene Holz komplett verkauft. Meistbietend versteigert wurden 871 Festmeter (Kubikmeter) Wert- und Sägehölzer aus allen Waldbesitzarten der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Im Einzelnen kamen unter den Hammer: 843 Kiefern-, 21 Kubikmeter Lärchen-, rund sechs Kubikmeter Douglasienwert- und -sägeholz sowie eine geringe Menge an Fichtenholz.

Die Ausbietung erfolgte einzelstammweise oder im Sammellos. Geboten wurde in Stufen von zwei Euro. An der Auktion beteiligt waren acht Bieter, davon fünf aus Brandenburg, je einer aus Sachsen und aus Niedersachsen sowie ein in Berlin ansässiger chinesischer Holzhändler, der 39 Kubikmeter Kiefern- und Douglasien-Wertholz für die Möbelherstellung in China ersteigerte. Im Vorjahr beteiligten sich ebenfalls acht Bieter.

Zum gleichen Termin submitierte der Landesbetrieb zusammen mit den Berliner Forsten 490 Festmeter Laubwert- und -sägeholz. Dabei sind im Angebot 406 Festmeter Eiche, sechs Festmeter Robinie, 29 Festmeter Esche, 34 Festmeter Erle, 13 Festmeter Ahorn und zwei Festmeter sonstiges Laubholz. Bis zum Eingangsschluss waren schriftliche Gebote von zehn Anbietern eingegangen; nach deren Auswertung erfolgte heute die Zuschlagserteilung. Das Holz stand seit dem 3. Januar auf den Lagerplätzen Frankendorf und Chorin zur Besichtigung für die Kunden bereit.


Spitzen- und Durchschnittspreise

Den Spitzenpreis erzielte eine Lärche (1,32 Festmeter) aus der Serviceeinheit Templin mit einem Preis von 220 Euro je Festmeter. Der Spitzenpreis für Sammellose (Holz ähnlicher Qualitäten und Dimensionen wird zu Losen zusammengefasst) betrug 144 Euro/ Festmeter (2011: 186 Euro/ Festmeter). Der Durchschnittspreis für Einzellose betrug 92,60 Euro/ Festmeter (2011: 135,90 Euro/ Festmeter), der für Sammellose 105,36 Euro (2011: 136,60 Euro/ Festmeter). Der Durchschnittspreis über alles heute angebotene Holz betrug 104,59 Euro (2011: 136,58 Euro/ Festmeter) und ist gegenüber dem Vorjahr um 31,99 Euro gefallen.


Marktlage

Mit diesem gegenüber dem Vorjahr um zirka 300 Festmeter erhöhten Angebot versuchte der Landesbetrieb Forst Brandenburg auf die signalisierte höhere Nachfrage zu reagieren. Aufgrund der für 2012 unübersichtlichen Marktlage reagierten die Kunden nur zurückhaltend. Dies ist der allgemeinen Unsicherheit an den Finanz- und Wirtschaftsmärkten geschuldet.

Die Anwesenheit des chinesischen Holzhändlers signalisiert, dass sich die chinesische Wirtschaft zunehmend für die Märkische Kiefer interessiert. Es ist auch Anzeichen dafür, dass sich die Märkte weiter globalisieren und der nachwachsende Rohstoff Holz weltweit an Bedeutung gewinnt.


15.000 Menschen arbeiten im Cluster Forst und Holz in Brandenburg

Mit der Holzauktion in Chorin 2012 wollen die beteiligten Betriebe der Forst- und Holzwirtschaft zum einen gute Geschäftsabschlüsse erzielen und zum anderen verdeutlichen, dass nachhaltige Waldwirtschaft die Vielfalt der Flora und Fauna gewährleistet bei gleichzeitiger Sicherung der Erwerbsgrundlage tausender Menschen. So sind im Bundesland Brandenburg allein 15.000 Menschen in der Forst- und Holzwirtschaft im ländlichen Raum beschäftigt.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg schlägt im Landeswald jährlich eine Million Kubikmeter Holz ein, davon sind 360.000 Festmeter Sägeholz. Die jetzt angebotenen 1.361 Festmeter hervorragenden Wertholzes sind weniger als ein Prozent dieses jährlich eingeschlagenen Holzes. Das angebotene Holz stammt aus den Wäldern aller Besitzarten.

Das Holz stammt von Forstbetrieben, die mit dem PEFC- (Pan European Forest Certifikation), mit dem FSC- (Forest Stewartship Council) sowie mit dem Naturland-Gütesiegel (nur Berlin) für umweltschonende und nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert sind. (PD)
Pressekontakt
Frau Dr. Dagmar Schott
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Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz
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